Volume 1
Biographisches Lexikon der hervorragenden Aerzte aller Zeiten und Völker / herausgegeben von dr. August Hirsch.
- Date:
- 1884-1888
Licence: Public Domain Mark
Credit: Biographisches Lexikon der hervorragenden Aerzte aller Zeiten und Völker / herausgegeben von dr. August Hirsch. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The University of Glasgow Library. The original may be consulted at The University of Glasgow Library.
682/722 (page 676)
![6^6 CASAL. — CASPARI. Casal, Gasjjar C., siiaiiischer Arzt, war aus (Jastilien gebürtig, leltte zuerst in (*iuem Orte Nameus Sonioliuos bei Atienza, kam 1713 uacli Madrid, verliess es aber 1717, um nach Asturieu zu gehen und liess sich in Oviedo nieder. Er erwarb sich daselbst einen solchen Ruf, dass ihm der Beiname des spanischen Hippokrates seiner Zeit von Einigen gegeben wurde. Gegen das Ende seines Lebens wurde er Leibarzt des KOuigs Ferdinand VL und Protomedicns von Castilien und starb um 1759. Er hinterliess ein erst nach seinem Tode erschienenes wichtiges Werk „Historia nahoral y medica de el ])rinci]}ado de Asturias; obra postuma La saca a luz el Dr. Juan Jos^, Garcia Bevillano, etc. (Madrid 1762, 4.), eine medicinische Topographie Asturiens, das Resultat einer dreissigjährigen Reobachtung. In derselben ist besonders der dritte, lateinisch geschriebene Abschnitt „Historia affectionum quarundam regionis hujus famillarum von Bedeutung, da er die endemischen Krankheiten „Sarna, „Lepra, „Mal de la rosa und „Asma seco hidropiforme behandelt. — Als der französische Arzt Thierky während eines dreijährigen Aufenthaltes in Spanien Studien über endemische Krankheiten daselbst machte, die er in seinen „Observations de physique et de medecine, faites en difförents lieux de l'Espagne 1791 veröffent- lichte, hatte er sich der besonderen Unterstützung C.'s zu erfreuen. Morejon, VIT, pag. 252. ^■ Cascales de Guadalajara , F r a n c i s c o P er e z, spanischer Arzt des 16. Jahrhunderts, studirte auf der Universität Alcalä de Henares, wurde daselbst Doctor, darauf Arzt der Stadt Yepes und später erster Professor der Medicin an der Universität zu Sigüenza. Er gab als einei der Ersten eine gute Beschreibung vom Croup unter dem Namen „Garrotillo in der folgenden Schrift: „Liher de affectionibus puerorim, una cum tractatu de morho illo vulgariter garrotillo cippellato, etc. (Madrid 1611, 4,). Morejou, IV, pag. 264. Casorati, Francesco C, zu Pavia, war am 3. August 1794 zu Bor- ghetto bei Lodi geboren, wurde 1814 in Pavia Doctor, vertrat 1827 daselbst einen erkrankten Professor, wurde 1830 Mitglied der Facultät und Repetent der Physiologie, Pathologie und Materia medica, war 1835—38 Decan der Facultät, übernahm 1847 die medicinische Klinik und war im Jahre 1848 Director der Civil- und Militärspitäler in Pavia. Er war ein Anhänger von Broussais, wusste aber in glücklicher Weise dessen Lehren mit denen von Laennec zu vereinigen. Seine literarischen Arbeiten finden sich sämmtlich in der Gazz. med. Italiana-Lombardia (1842 46); unter ihnen sind anzuführen: „Relazionisulle malattie acute della citta diFavia nella primavera e nella State del 1843 — „Rapporti aJiatomici positivi tra la rete capillare sanguigna dei visceri e quella della supei'ficte del corpo — „Storia.di due casi acuti di moccio o cimiiro del cavallo trasmesso alV uomo — und besonders seine „Lettere sopra le migliari endemiche nella citta e provincia di Pavia, nella Lomellina- e nelV Oltrepo. Nach semem am 1. Januar 1859 erfolgten Tode erschien aus seinem literarischen Nachlasse •noch ein „Trattato delle fehhri intermittenti (Pavia 1863). Strambio in Gazz. med. Ital.-Lomb. 1859. IV, pag. 1. - Verga iu Memorie aeU' Istitato Lombardo. 1860. IL — (Corradi) Uuiversita di Pavia. 1. 1. pag. ^bö. q Caspari, Karl Gottlob C, go^boren am 9. Februar 1798 zu Zschortau bei Deutsch, bezog, auf der Landesschule zu Pforta vorgebildet, 1816 die Lm- versität zu Leipzig, um sich dem Studium der Medicin zu widmen und erwarb 1822, nachdem er inzwischen ein Jahr hindurch die medicinisch - chirurgische Akademie zu Dresden besucht hatte, zu Leipzig die medicinische Doctorwurdc. Er starb am 15. Februar 1828 durch eigene Hand in einem Fieberparoxysunis während schwerer l^rkrankung an Variola. C. hat eine grössere Anzahl — tnr die damalige Zeit beachtenswerther — Schriften auf dem Gebiete der Diätetik iiucl der Lehre von den Frühlings- und Badecuren, sowie aus dem Gebiete der anatomischen](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21463712_0001_0682.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)