Elektrizitätslehre für Mediziner und Elektrotherapie / von J. Rosenthal und M. Bernhardt.
- Isidor Rosenthal
- Date:
- 1884
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Credit: Elektrizitätslehre für Mediziner und Elektrotherapie / von J. Rosenthal und M. Bernhardt. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![ivjiiss die zu prüfciulo l*]lcl\iri/ität cbonfalls positiv oder negativ sein. So ausgeführt zeigt der Versuch, dass die an den beiden Enden von B angeliäufte Elektrizität von entgegengesetzter Art ist, und zwar findet sich stets in dem Ende von B, welches A zugewandt ist, die entgegengesetzte Elektrizität, als in A selbst, in dem von A abge- wandten Ende des Leiters B dagegen ist die gleiche Elektrizität ent- halten als in A. Aus diesem Befunde können wir uns über den Vorgang, welcher bei Annäherung des Leiters A an den Leiter B Statt hat, folgende Vorstellung machen. Die in A angehäufte freie Elektrizität wirkt aut die beiden in gleichen Mengen vorhandenen natürlichen Elektrizitäten in B, sie zieht die ungleichnamige an und stösst die gleich- namige ab. Diese müssen sich also vorzugsweise in den Enden von B anhäufen, die gleichnamige in dem von A abgewandten, die un- gleichnamige in dem A zugewandten Ende. Li der Mitte wird gar keine freie Elektrizität sein können. Entferjit man A, so vereinigen sich die getrennten Elektrizitäten in B wieder, der Körper ist wieder neutral oder unelektrisch. § 8. Mit dieser Vorstellung ausgerüstet, wollen wir versuchen, die Erscheinungen weiter zu verfolgen. Wir vertauschen zunächst den Leiter B mit einem anderen, ihm ganz ähnlichen, welcher jedoch aus zwei trennbaren Teilen besteht. Wir stellen jetzt den beispielsweise mit positiver Elektrizität geladenen Körper A so neben dem teilbaren Leiter auf, dass seine Teile B^ und B^ mit A in einer geraden Linie liegen und zwar sei Bj der A zugewandte-^eil. .Es wird sich dann die freie negative Elektrizität in Bi, die positive in B^ ansammeln. Wenn wir nun, während A an seinem Platze bleibt, Bi und B^ von einander trennen, und jetzt A entfernen, so können die durch die Einwirkung von A von einander geschiedenen Elektrizitäten in Bt und Bj, obgleich der Einwirkung von A entzogen, sich dennoch nicht ver- einigen; Bi und B^ bleiben geladen und zwar mit verschiedenen Elek- trizitäten. Wir haben also durch die Wirkung der freien Elektrizität in A zwei andere Körper elektrisch gemacht, ohne dass A dabei eine Spur seiner Elektrizität eingebüsst hätte. Man nennt dies Elek- trizitätserregung durch Verteilung oder Influenz, und die Wirkung, Avelche ein elektrischer Körper auf die in seiner Nähe be- findlichen Leiter ausübt, die verteilende oder influenzirende Wir- kung der freien Elektrizität, weil die neutral-elektrische, d. h. in gleichen Mengen vorhandene positive und negative Elektrizität in dem](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2107544x_0030.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)