Das optische Drehungsvermögen organischer Substanzen und die praktische Anwendungen desselben : für Chemiker, Physiker und Zuckertechniker / von H. Landolt.
- Hans Heinrich Landolt
- Date:
- 1879
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Credit: Das optische Drehungsvermögen organischer Substanzen und die praktische Anwendungen desselben : für Chemiker, Physiker und Zuckertechniker / von H. Landolt. Source: Wellcome Collection.
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![2) für ein Instrument, mit Kreisgradtkeilung J= 17,21 (E — A) 9,59 — 0,111 Diese Methode kann selbstverständlich keine richtigen Resultate mehr geben, sowie ausser Invertzucker noch andere optisch active Sub- stanzen zugegen sind. Da dies aber meistens der Fall ist, so hat dieselbe nur eine geringe praktische Bedeutung. Immerhin kann man das Inversionsverfahren dazu benutzen, um sich zu überzeugen, ob ein Zucker frei von anderen drehenden Substanzen ist oder nicht. Das erstere wird der Fall sein, wenn die Inversion dasselbe Resultat giebt, wie die directe Polarisation. Treten dagegen Differenzen auf, so liegt Verdacht auf Verunreinigungen vor. Sckeibler1) hat auf diese Weise einen Dextringehalt in Rohzuckern nachgewiesen, indem dieser Körper durch Säuren nicht verändert wird und daher eine viel zu kleine Linksdrehung der invertirten Flüssigkeit bewirkt, wodurch die be- rechnete Rohrzuckermenge sich zu gering ergiebt. B. Bestimmung der Glycose. (Traubenzucker, Harnzucker.) §. 97. Die specifische Rotation der rechtsdrehenden Glycose ist von verschiedenen Beobachtern bestimmt worden, und zwar früher unter der , Voraussetzung, dass dieselbe von dem Gehalt der Lösungen unabhängig sei. Die schon §.38 erwähnten eingehenden Beobachtungen von T o 11 en s 2) haben indess eine Zunahme der specifischen Drehung bei steigender Con- centration nachgewiesen. Bei verdünnten Lösungen bis zu etwa 14 g wassei’freiem Traubenzucker in lOOcbcm ist die Vermehrung indess noch sehr gering und es kann in diesem Falle constant [a]o = 53,0° an- genommen werden. Setzt man diesen Werth in die Gleichung [«] = —^ , so resultirt zur Berechnung der Coneentration c aus dem mit l . c Hülfe einer Röhre von l Decimetern Länge beobachteten Drehungswinkel « die Formel: c = 1,8868 v Hierbei ist vorausgesetzt, dass der Ablenkungswinkel mittelst eines Mitscherlich’schen, Wild’schen oder Laurent’sehen Polaristrobo- meters unter Anwendung von Natriumlicht bestimmt wird. Ferner muss die Temperatur der Flüssigkeit ungefähr 20° betragen. J) Sckeibler, Zeitschr. des Ver. für Rübenzuckerindustrie 1871, 322. — 2) Tollens, Ber. d. deutsch, chem. Ges. 1876, 1531.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28125940_0197.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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