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Credit: Die Neubildungen des Uterus / von A. Gusserow. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![injektionen oder Versuchen die Geschwulst instrumentell zu entfernen. Jeder Gynäkolog dürfte einen oder mehrere Fälle in seiner Erinnerung haben, wo auf diese Weise Verjauchung der Geschwulst eintrat. Das- selbe muss der Fall sein, wenn die Kapsel, welche die ernährenden Gefässe trägt, durch dissecirende Eiterung gelockert wird und so die Geschwulst von ihrem Ernährungsboden mehr weniger abgeschnitten. Aus gleichem Grunde sehen wir so häufig die Verjauchung bei ver- kalkten Uterusfibromen eintreten, eben weil hier grosse Abschnitte der Geschwulst in ihrer Ernährung gestört sind, oder weil die Kapsel in grösserer Ausdehnung an der Verkalkung Antheil genommen. An gestielten submucösen Tumoren tritt die Verjauchung eben- falls am häufigsten durch Verletzung der bedeckenden Schleimhaut auf, nicht ganz selten aber auch einfach durch behinderte Cirkulation. Wenn eine solche Geschwulst durch den Muttermund getreten ist, so sieht man nicht ganz selten, dass dieser sich nun fest um den Stiel zusammenzieht und dadurch den Riückfluss des Blutes aus der Ge- schwulst hindert, dadurch schwillt dieselbe ödematös an, es entstehen Blutextravasate in der Geschwulst, und so leitet sich der nekrotische Prozess ein. Subseröse Geschwülste verjauchen jedenfalls seltener und hier ist dieser Prozess, wenn er sich nicht im Wochenbett entwickelt, meist mit partieller Verkalkung verbunden. Uebrigens können auch in diese Geschwülste Hämorrhagien erfolgen durch Stoss, Fall und Achsendrehung des Stiels !) und dann durch den Zerfall der ergossenen Blutmassen Jauchung eintreten. Für alle diese Möglichkeiten finden sich in der eigenen Erfahrung und in der Literatur zahlreiche Beispiele. Es sollen hier nur von uns selbst durchgesehene Fälle angeführt werden: Pinault?), Barth’), Willaume®), Seyfert-Säxinger?°). Merkwürdig ist der Fall von Neugebauer‘), wo ein subseröses verkalktes Fibrom verjauchte mit Durchbruch nach aussen durch die Bauchdecken. Die verkalkte Schale desselben blieb lange zurück als eine grosse Höhlung mit rauhen, starren, incrustirten Wandungen. Aehnliche spontane Verjauchung eines subserösen Myoms beschreibt Dumesnil’). Durch Grösse der verjauchten Tumoren zeichnen sich die Fälle von Ziemssen?°) und Braxton Hicks’) aus. Im ersten Fall überragte die Geschwulst den Nabel um einen Zoll, und ım andern hatte sie den Uterus bis zur Grösse des 7ten Schwangerschaftsmonats ausgedehnt. Röhrig !?) sah nekrotischen Zerfall in 10% der von ihm beobachteten Myome ein- treten. Fast die Hälfte dieser Fälle endete tödtlich. Fälle, ın denen ‚die Geschwulst gangränescirte, nachdem sie gestielt zum Muttermund ganz oder theilweise herausgetreten war, sind beschrieben von Braun, !) J. Cappie: Obstetrical Journal II, p. 303. ?) Bullet. de la societe anatomique 1828, p. 5. ?) Ibid. 1850, p. 365. *) Archives general. XXIV, p. 449. .) Prager Vierteljahrsschr. 1868, II, p. 89. =] Monatsschrift für a 28, p. 401. ”) Gaz. des höp. 1868, ®) Virchow’s Archiv x, 340. °) Obstetr. Transact. VII, To. 1%, Zeitschrift für Geburtshülfe u. Gynäkol., V.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b33781588_0043.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)