Die Iridectomie bei primärem Glaucom : inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doctorwürde / vorgelegt von David Sulzer.
- Dave Soldier
- Date:
- 1882
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Credit: Die Iridectomie bei primärem Glaucom : inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doctorwürde / vorgelegt von David Sulzer. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Chavactenstiseli für das glaucomatösc Gresiclitsfeld ist das Ver- halten der Farbengrenzen zu den Aussengrenzen. Nach Festsetzung der EigenthUmlichkeiten der Aussengrenzen des glaucomatösen Ge- sichtsfeldes durch V. Gr^fe^), Haffmans^), Laqueue^) hat zuerst Schön'*) auf die differentialdiagnostische Bedeutung des Verhältnisses der Farbengrenzen zu den Aussengrenzen des Gesiclitsfeldes bei Glaucom und Sehnervenatrophie, hauptsächlich zur Erkennung der Fälle von Combination dieser beiden Erkrankungen aufmerksam ge- macht. Treitel^) hält die von Schön festgestellten Verhältnisse für die Differentialdiagnose als nicht entscheidend, „da im speciellen Fall auch bei der Opticusatrophie — abgesehen von andern Am- blyo])ien — ähnliche Gesichts- und Farbenfelder vorkommen. Dieser Einwurf Treitel's ist insoweit richtig, als bei Neuritis und Retinitis pigmentosa zuweilen Gesichtsfelder vorkommen, wie sie vollständig gleich auch beim Glaucoma simplex gefunden werden; da aber in diesen Fällen schon der ophthalmoskopische Befund vollständig genügend ist zur Stellung der Diagnose, so l)eschränkt sich die differeutialdiagnostische Bedeutung des Gesichtsfeldes auf diejenigen Fälle von Atrophie, wo bei flacher oder flach excavirter atrophisch verfärbter Papille der übrige Befund nicht genügt, um zwischen Glaucoma simplex und Atrophie, oder Combination von Atrophie mit Glaucom zu entscheiden; in diesen Fällen ist das Verhalten der Farbenfelder ausnahmslos ein anderes als bei Glaucoma simplex, indem entweder einzelne Farben ganz fehlen oder die Grenzen der Farbenfelder relativ zu den Aussengrenzen stark beschränkt sind. In Bezug auf das Verhältniss der Gesichtsfeldbeschränkung zur Prognose lässt sich Folgendes sagen: 1) Bei excentrischem Gesichtsfeld findet in ungefähr dei' Fälle trotz vollständiger Normalisirung der Tension durcli die Iri- dectomie — wahrscheinlich durch Fortdauer der secundären Degene- ration — während ungefähr l bis 3 Monaten eine weitere Abnahme des schliesslich stationär werdenden Sehvermögens ein. 2) Die gleiche Erscheinung, jedoch weniger ausgesprochen, tritt ein, wenn bei sectorenförmigem Ausfall oder nahezu liomiano- liischem Gesichtsfelddcfect die Grenzen den Fixi^-punkt berüliron. ') V. Graf«;, Arch. f. Oi)litli. II, 2 und XV 3, p. 108. 2) HalFnians, Arch. f. Ophth. VIII 2, p. KJ«. ^) Laquenr, Annalcs d'oculist. T. LXI i). 47. *) Schön, Lehre vom Gesiclitsfcld p. H5. ^) Treitcl, Arch. f. Ophth. XXV 2 p. HH und XX\' .'i i). i..](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21645383_0053.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)