Zur Pathologie des Beckens : zwei Abhandlungen / von Anton Friedrich Hohl.
- Hohl, Anton Friedrich, 1789-1862.
- Date:
- 1852
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Credit: Zur Pathologie des Beckens : zwei Abhandlungen / von Anton Friedrich Hohl. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![II. Verhältniss der Querfortsätze neben den Flügeln an den ersten drei Kreuzbeinwirbeln. Im (1cm anatoinisclien Hesclireil)uii”:en des Iircuzl)eins finden wir über die Seitenliieile der ersten drei Wirbel verschiedene Angaben, von welchen wir nur einige lierauslielicn. So werden sie von ßluinenbach als ganz unkenntliclie, mit den dicken breiten Seitentbeilen des linocbens zusaininengeschniolzene Seiten- fortsätze I)ezeicbnet, von welclien das oberste vor den Process. obliqiiis ein paar breite Flügel mache n. s. w'. iSacb Sömmerring stellen die znsammengewacbsenen Qiieil'ortsätze die Seitenthcile vor. J. F. -Meckel sagt zwar, dass von jeder Seite des ßogcns Querlbitsälze abgehen, nennt aber auch die ganzen Seitentbeile Querrortsätze, und, üei Beschreibung der liinteien Fläche des Kreuzbeins, die äusserste Reibe von Erhabenbeiten «die Spur der Verwachsung zwischen den Querlorlsätzen der Heiligbeiruvirbcl». Hem- j)el sieht keine Processus transversi, sondern eine solide Knoclienmasse. Krause l'ülirt bei der Beschrei- bung der Basis des Kreuzbeins neben den obern Gelenkrortsätzcn nach aussen zwei unvollkommene Pro- eess. transversi spurii an, deren er auch auf der hintern Fläche des Kreuzbeins gedenkt, und nennt keine besondern Tbeile zu den Seiten der Wirbelkörper. Bock bezeichnet den Tbeil neben den drei ersten Wirbeln als Seitenstück und führt nur auf der hintern Fläche die Process. transversi spurii an. — D’Alton lehrt, dass die beiden Theile an der äussern Seite der Foram. sacralia anteriora den verwachsenen Quer- fortsätzen der \^’irbel entsprechen, welche, der Grösse ihrer Wirbel angemessen, von oben nach unten kleiner werden, und lässt die ühifläche durch Verwachsung der, den drei obern Kreuzbeinwirbeln angehö- rigen starken Querfortsätzen gebildet werden. Von den Erhabenheiten durch die Process. transv. auf der hintern Fläche finden wir nichts bemerkt. Diese Angaben sind insofern nicht genau, als wir Querfortsätze und Flügel, welche beide aus besondein Knochenkernen entspringen, unterscheiden müssen. Die Flügel kommen nur den drei ersten Wirbeln zu, und die Querfortsätze des ersten falschen Wirbels begleiten die Flügel zu jeder Seite bis zu den Hüftbeinen bin und sind mit ihnen verwachsen, während die Querfortsätze der zwei folgenden Wirbel nur bis an den hintern obern Winkel ihrer Flügel reichen. Die Enden dieser Querfortsätze treten hinten am Kreuzhein unter Umständen hervor. Wenn wir nämlich den ersten Krcuzbeimvirbel vor der Verwachsung seiner Theile unter einander betrachten, so besteht er bekanntlich aus fünf Knochenstücken, aus dem Körper und zu jeder Seite aus einem vordem und hintern Seitenstück. Das vordere Knochenstück, aus seinem eigenen Knochenkern her- vorgegangen, ist der Flügel, das hintere die Bogenhälfte. Dieses letztere Knochenstückchen ist halbmond- förmig, und erhebt sich auf der Basis desselben der Gelenkfortsatz. Noch ist der convexe Rand der Basis des Bogenschenkels glatt (Taf. I. Fig. 1.). Erst später tritt die 3Iitte dieses Randes wie au den w'ahren W irbeln spitz hervor und lässt den Querfortsatz vor dem Gelenkfortsatz erkennen (Taf. I. Fig, 2), dei' im ]()., 12. Jahre deutlich gebildet ist, und meist mit seinem Ende frei über dem Flügel liegt (Taf. I. Fig. 3.). Die Querfortsälze der zwei folgenden Kreuzbeinwirbel sind kleiner und kürzer, erscheinen in dem W inkel des obern Randes ihres Flügels eingesenkt, und auf ihrem abgerundeten, nach oben abgeflachten](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2239316x_0014.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)