Experimentelle Untersuchungen über Lokalisation endogener-Schädlichkeiten besonders infektiöser Natur im Auge, zugleich ein Beitrag zur Frage der Entstehung endogener Iritis und Choroiditis sowie der sympathischen Ophthalmie : Habilitationsschrift zur Erlangung der Venia legendi einer Hohen medicinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau / vorgelegt von Wolfgang Stock.
- Stock, Wolfgang
- Date:
- 1903
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Credit: Experimentelle Untersuchungen über Lokalisation endogener-Schädlichkeiten besonders infektiöser Natur im Auge, zugleich ein Beitrag zur Frage der Entstehung endogener Iritis und Choroiditis sowie der sympathischen Ophthalmie : Habilitationsschrift zur Erlangung der Venia legendi einer Hohen medicinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau / vorgelegt von Wolfgang Stock. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![einer Nachuntersuchung veranlassten micli zunächst nissen ihrer Untersuchungen zogen sie weitgehende Schlüsse auch für das Zustandekommen einer chronischen Iritis und einer sympathischen Ophthalmie. Es war mir (45) möglich, an der Hand von 34 Tier- versuchen nachzuweisen, dass ihre Ergebnisse auf technischen Eehlern beruhen und dass damit ihre Schlüsse unhaltbar werden. Es war ja schon a priori kaum anzunehmen, dass pathogene Mikroorganismen so ungehindert in das Körper- innere durch die Konjunktiva eindringen können; es hätten diese Ergebnisse, wenn sie richtig wären, vielmehr zu einer vollständigen Umwälzung unserer Ansichten über die Schutz- kräfte der gesunden Schleimhaut führen müssen, wozu sie jedoch in Wirklichkeit nichts weniger als geeignet sind. In ganz anderer Weise und auch mit Resultaten, die eine Aveitgehende Beachtung gefunden haben, experimentierten Panas (38) und Moll (36). Schinidt-Rimpler (44) hatte eine neue Theorie der sympathischen Erkrankung aufgestellt: Die Reizung der Ciliarnerven im erstverletzten Auge rufe reflektorisch auch eine Störung im zweiten Auge hervor. Durch diese Störung werde das zweite Auge zu einem locus minoris resistentiae, in dem sich cirkulierende Mikroorganismen ansiedeln. Panas (1. c.) dehnte die Infektionsmöglichkeit noch weiter aus. Er nimmt an, nicht nur Mikroorganismen, son- dern auch cirkulierende Toxine finden einen Angriftspunkt in dem zweiten Auge. Er sucht seine Theorie durch Ex- perimente zu stützen: Er reizt bei Kaninchen durch Ein- spritzen von Essigsäure oder Nikotin ein Auge und spritzt ihnen dann subkutan Bakterienkulturen ein. Es ist ihm bei allen Tieren gelungen, aus den gereizten Augen die betreffen- den Mikroorganismen zu züchten. Diese Experimente sind aber für seine Theorie in keiner Weise beweisend. Es wird nie der Fall eintreten, dass durch die Verletzung eines Auges im andern ein so starker Reiz erzeugt wird, wie durch diese mechanischen und chemischen Verletzungen, Dass an Körperstellen, die durch eine Ver- letzung getroffen sind, nicht selten eine endogene Lokalisation von Bakterien auftritt, ist eine bekannte Thatsache und gilt auch für das Auge, wie klinische Beobachtungen am ]\renschen (Axenfeld [1]) sowohl, als auch ExperimentalUntersuchungen](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21640026_0010.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)