Das Fieber : Kurzgefasste Darstellung unserer gegenwärtigen Kenntnisse über den Fieberprozess / Aus dem Italienischen übersetzt von R. Teuscher.
- Ughetti, Giambattista.
- Date:
- 1895
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Credit: Das Fieber : Kurzgefasste Darstellung unserer gegenwärtigen Kenntnisse über den Fieberprozess / Aus dem Italienischen übersetzt von R. Teuscher. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![netsten, unterzeichnen würden. „Das Fi oh er ist nichts Anderes, als ein Mittel, dessen sich die Natur bedient, um die rei- nen Theile des Bluts von den unreinen zu scheiden, und dies führt sie anfangs, während des Verlaufs der Krankheit, auf unmerk- liche Weise, spater deutlich und wahrnehmbar ans. wie man an dem Urin sieht. Es ist vielleicht vorauszusehen, welche theropentischen Folgen diese Theorie haben musste. sie wurde zum Angelpunkt der Streitigkeiten, welche später entstanden sind und unter mancherlei Wechselfällen bis zu unseren Tagen gedauert haben. hieve [dee fand jedoch kräftige Unterstützung bei Morton und be- sonders bei Stahl nun L716), welcher das Fieber als eine heilsame Anstrengung, eine hülfreiche Bewegung der Natur be- trachtet und daher den Rath giebt, den regelmässigen Verlauf der Fieber nicht zu stören, oder aufzuhalten: denn es sei das beste Mittel, um die Fiebermaterien, ihre Wirkungen und sc h ä d 1 i <■ li Nt E i gen seh afte n a u s d e m Körpe r a uszutrei ben. Damit soll nicht gesagl sein, dass alle Aerzte das Fieber als eine Wohlthat betrachteten und abwartend dabei standen. Einige thaten es. andere fuhren fort, es zu betrachten als Lgnem illico extinguendum, ne toda domus cpnflagraret, wie Ramazzini um das Jahr L700 schrieb. Er fügte hinzu, immer noch vom Fieber sprechend: es kommt vor, dass die medizinische Kunst dem hiebe]- gegenüber, ebenso wie die Kriegskunst suös habeal Fabios, suos Marcellos. rtiave (um L738) legte den Abänderungen d^ Pulses, als einem wesentlichen Elemente des Fiebers, grosse Wichtigkeit bei, sodass er das Wesen desselben in folgende drei Charaktere zusammenfasste: Frostr schauer, beschleunigter Puls und Hitze. Alter man darf nicht vergessen, dass er zuerst lehrte, die Fieberhitze erkenne man an dem Thermoskop, und in der That war er der Erste, der dieses Instru- ment bei der Beobachtung von Kranken anwandte. Aber nicht nur wegen des Beharrungsvermögens der Tradition fuhr Boerhave fort, dem Pulse die grösste Wichtigkeit beizulegen; nach seiner Ansicht rührte die Erhöhung der Wärme, nach di'i Lehre von Borelli, von der Ver- mehrung der Bewegung i\c> Herzens und des Blutes her. daher ist es kein Wunder, dass die Temperatur erst in zweite Linie zu stehen kam. Was die Bedeutung betrifft, die er dem Fieber beilegte, so finden wir sie ohne Rückhalt in seinen Worten ausgedrückt: ..das Fieber ist ein Kampf der erregten Natur, um einen ungewohnten Heiz auszutreiben. Inf, ieser Fragen kann man ebensowohl Van Swieten tum 1772 als Boerhave nennen, denn der Erstere war nur ein Schüler und](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21205231_0024.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)