Untersuchungen über das Protoplasma und die Contractilität / von W. Kühne.
- Date:
- 1864
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Credit: Untersuchungen über das Protoplasma und die Contractilität / von W. Kühne. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Nachweise einer Membran der Siisswasseriimoeben, der durch Be- handlung- niitUeageiitieii wirklich versiichf, worden ist, keinen Werth beilegen, um so weniger, als das Verhalten der Eiweisslösungen zu den Reageiitien, die hier in Betracht kommen, damals noch unbekannt war. Man könnte meinen, die faltige do])|)eIt contourirte Mem- bran erscheine nach dem Zerplatzen der Amoebe deshalb, weil eine ursprünglich vorhandene Membran dicker geworden sei. Allein bei den kugelig contrahirten Anioeben sieht man so lange sie noch nicht abzusterben beginnen, dennoch keine doppelten Con- touren, obwohl die Obertläche des Thieres dabei bedeutend ab- nimmt. Verliert dagegen das Thier die Bewegungsfähigkeit, reizt man es so lange, bis die Trübung darin beginnt, unter Verhütung des Zerplatzens, so wird die Überfläche runzelig und die Ränder bekommen jene doppelten höckerigen Contouren. Die aus Coa- gulaten gebildete INIembran ist jetzt da, und wenn sie sich auch nicht ganz getrennt von dem Inhalte darstellen lässt, da der ersten raschen Gerinnung an der Oberfläche bald eine- allmählich nach dem Centrum fortschreitende folgt, so sehen wir doch ebenso deutliche Anzeichen der Membran entstehen, v.de wenn wir das Thier haben zerplatzen lassen. So wenig wir einem Muskel seine Lebenseigenschaften rauben können, ohne dass sein contractiler Inhalt zu irgend einer Zeit gerinnt, so wenig vermögen wir eine Amoebe zu tödteii, ohne dass diese Gerinnung, und mit ihr die Bildung einer deutlicheren Randschicht, einer Membran erfolgt. Ich kann ohne Bedenken sogleich beginnen mit der Tödtung der Amoeben durch gesteigerte Temperaturen. Bringt man so viel Wasser in ein Probirglas, dass dasselbe eine Thermometercuvette gerade bedeckt, und hängt man das Gläschen in ein grosses im Sandbade erhitztes Wasserbad, so kann man annähernd bestimmen, bei welcher Temperatur die AmoeTen plötzlich absterben. Die Meerwasseramoeben waren in meinen früheren Versuchen, schon bei 35° C. abgestorben und ich versuchte deshalb zunächst diese Temperatur auch für unsere Amocba diffluens. Zu dem Ende Hess ich in das Probirglas einen kleinen von Amoeben erfüllten Tropfen fallen, als das Thermo- meter gerade 35^ C. anzeigte, und sog mit einer Pipette erst Wasser vom Boden des Glases wieder heraus, bis das Thermometer nach dem llcrausnehmen und M^iedereinsenkeii aut 35® €. gestiegen war. Durchschnittlich bedurfte es dazu einer Minute. Die Amoeben,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21993294_0054.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)