Die Staatsheilkunde im Lichte der Geschichte : ...neue Ausgabe des Schlusstheils [i.e. des 6ten buchs] seiner Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften / vom Gehermerath, Ritter und Professor Dr Emil Isensee.
- Isensee, Emil, 1807-1845
- Date:
- 1862
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Credit: Die Staatsheilkunde im Lichte der Geschichte : ...neue Ausgabe des Schlusstheils [i.e. des 6ten buchs] seiner Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften / vom Gehermerath, Ritter und Professor Dr Emil Isensee. Source: Wellcome Collection.
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![rekten Verhältnis der allmähligen Schwächung (degradation) der Intelligenz in der einfachen Verrücktheit ist für mich durch die von inir beobachteten Thatsachen ausser Zweifel gesetzt.“ — Roussel’s Observation dun developpement simultane d’une hydropisie ankystee de l’ovaire et dune monomanie avec halluci- nations (im Bull, de la Soc. anatom. 1841. I. p. 13) ist interes- sant aber schwerlich von Consequenzen. Bergmann (IIo 1 scher’s Annalen I. 2. 172) fand bei nach Taedium vitae mit Selbstmord Geendeten [sic] Atrophie der acustischen Fibrillen in der Rautengrube und Leiden der Hoden derselben. Coewer (Casp. Wochenschr. 1841 Nr. 42) fand bei der Seclion eines blödsinnigen Knaben einen Hirntuberkel. Bei dem warlich nicht blödsinnigen Franz Simon fand man aber auch ei- nen Hirntuberkel! Hierher sollte schliesslich das sehr neue Werk gehören: Die Geistesstörungen in ihren organischen Beziehungen als Gegenstand der Heilkunde betrachtet von Dr. H. S. Sinogowitz. Berlin 1843. # IV. Aetiologie der Geisteskrankheiten, Foville legt (Acad. des Sc. 28. Juin 1841) unter den phys. Ursachen der Verrücktheit ein grosses Gewicht auf die Deforma- tion des Schädels und leitet diese vorzüglich von dem in Frank- reich üblichen Binden des Kopfes Neugeborner her. Als wenn wir und die Engländer nicht auch Querköpfe genug hatten! Der geistvolle Primararzt Dr. Ridel zu Prag macht (in dem Oest. med. Jahrb. vom Nov. 184 L) mit Recht auf die Wichtigkeit gründlich anamnestischer Berichte bei Einlieferung Geisteskranker in die Anstalt aufmerksam. (S. auch Prager Vierteljahrsschrift I. 1. 1844.) Prof. Ideler in Berlin liess Schematismen desfallsiger Fragen drucken. ,,Erfahrungen im Gebiete der Psychiatrie von Dr. Friedrich Wilhelm Li p pich, Professor der medizinischen Klinik für Aerzte an der Wiener Universität. Erster und zweiter Artikel.“ (Wed. Jahrbücher des k. k. österr. Staates 1842. Juni und Juli.) Nach einigen einleitenden, psychologischen und psychiatrischen Bemer- kungen, wobei Verf. die Anwendung des psychischen Heilverfah- rens auf alle Krankheiten des Wenschen hervorhebt und aus einan- dersetzt, wie dieses bald mehr negativ und abwartend, bald mehr positiv sich gestaltsn müsse, theilt er sowohl allgemein anthropolo- gisch-psychologische, als specielle Beobachtungen psychischer Stö- rungen mit, welche er in seinem früheren praktischen Wir- kungskreise zu Laibach und Padua zu machen Gelegenheit hatte. Diese Beobachtungen und Bemerkungen sind sehr interessant und zeugen von tiefer Beobachtungsgabe und philosophischer Bil- dung. Li pp ich macht zuerst auf die tellurisch- klimatischen Eigen- tümlichkeiten der beiden Provinzen Kärnthen und Krain aufmerksam](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24757329_0204.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)