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Credit: Vorlesungen uber bakterien / von Alfred Fischer. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Royal College of Physicians of Edinburgh. The original may be consulted at the Royal College of Physicians of Edinburgh.
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No text description is available for this image![die einfachsten Organismen sind, die wir jetzt kennen, so entstand die H.ypotliese, dass die ersten Organismen, die auf der Erde anftraten, solche protoplasmalose Kerne, zn denen erst später das Protoplasma hinzu- gekommen sei, gewesen sein müssten. Die Färbbarkeit d e]s B a k t e r i e n i n h a 11 e s ist nun gar keine ungewöhnlich grosse, wenn man die ebenfalls sich färbende Membran ab- rechnet. Aber selbst dort, avo vielleicht eUvas mehr Farbstoff gespeicliert Avird, als bei anderen Protoplasmen, liegt keine Eeaktion auf Kernsiib- stanz oder Kernnatur A^or. So Avürde die Untersuchung mit den üblichen Fixierungs- und Färbnngsmethoden ergeben, dass der Leib der Bakterien ein kernloser Protoplast ist, der von einer Membran umgeben Avird. Diese hebt sich besonders deutlich ab bei der Plasmolvse. Um Bakterien zu plasmolysieren nimmt man ein sehr kleines Tröpfchen AVasser mit Bakterien, legt vielleicht einige Baiimwollfäden hinzu und deckt ein Deckglas auf, an dessen Unterseite immer viele Bakterien festhaften, so dass sie selbst von starken Strömungen nicht AveggeAvaschen Averden. Dann setzt man die betreffende Salzlösung am Bande zu. Alle kuge- ligen und sehr kurz cylindrischen Bakterien Averden bei der Plasmolyse nur glänzender, nur daran ist die auch hier eintretende Kontraktion des Inhaltes bei den AAdnzigen Formen zu erkennen. Gestreckt C3dindrische Zellen aber, AAÜe die Bakterien des Typhus, der Cholera, fluorescierende Bazillen, Spirillen, Cladothrix und viele andere lassen den A^organg der Plasmolyse in aller Deutlichkeit erkennen. Schon in 2,5 Kalisalpeter, oder 1 , Kochsalzlösung (Blutserum, unverdnnstet, enthält schon 0,7%) Aveicht der Inhalt A^on der jetzt deutlich als zarte Hülle sich abliebenden Alembran zurück und zerfällt, genau Avie bei gestreckten Pflanzenzellen (Fig. 4 n. 6) in zwei, zuweilen auch drei und mehr glänzende Kugeln, die beim Fig. 6. Plasmolyse der Bakterien, a Vibrio cholerae von einer Agarkultur ( Fleischwasser, -|- 1% Pepton F l^’^^'^'^cnzucker) in l,25®/oKochsalz plasmolysiert, lebend, schwach (SOOinal) vergrössert, die Bakterien in glänzende Körnchen zerfallen, ö AVie a, aber stark vergrössert. c Vibrio Cholerae plasmolysiert, mit Geissei. d Typhus- bacillen in 2,5% Kochsalz, verschiedene Anordnung des durch- geschnürten Inhaltes, gefärbt, reclits von c ein Bild wie das der Pflanzenzelle in Fig. 4Z>. e Spirillum undula beim Eintrocknen von fauligem AVasser plasmolysiert, die Struktur der einzelnen Pro- toplasmastücke gut sichtbar. Protoplasma überall schwarz. A'ergr. a 300 h—e 1500. AiiSAvaschen der plasmolysierenden Lösung sich Avieder ausdehnen und zu dem blassen Protoplasten verschmelzen. In kürzeren Zellen schrumpft dieser geAvöhnlich nur zu einer glänzenden, kugeligen oder eiförmigen Alasse zusammen, die bald in der Mitte der Zellen liegt, bald am Ende. Plasmolysierte Bakterien (T^^phus, Cholera, Spirillen) selien bei ob sie in glänzende Kügelchen a\ erst bei starker A^ergrössernng heiTor (Fig. Gi). So lehrt die Plasmolyse erstens, dass die Alembran nicht fest mit dem Inhalt verbunden ist, etAva aa ie die Haut (Pellicnla) der Infusorien, scliAvächerer Vergrössernng so aus, als und Klümpchen zerfallen Avären (Fig. 6 tritt der zarte Saum der Haut deutlich](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21995515_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)