Ueber krankhafte Verschliessung grösserer Venen-Stämme des menschlichen Körpers / von Hermann Stannius.
- Hermann Friedrich Stannius
- Date:
- 1839
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Credit: Ueber krankhafte Verschliessung grösserer Venen-Stämme des menschlichen Körpers / von Hermann Stannius. Source: Wellcome Collection.
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![Lindert in dieselbe. In den beiden Corporihus striatis des Gehirns wurden apoplectische Heerde Avahrgenommen. 59. Noch will ich hier bemerken, dafs es mir nicht möglich war, einen von Otto (Lehrb. der pathol. Anatomie ]. S. 357) citir- ten, von Pattison im American medlcal Recorder. Philad. 1820. Yol. III. N. 2 beschriebenen Fall von Yerschhelsung' der Ycfia innominata durch Druck eines Aneurysma selbst zu vergleichen. Wir besitzen ferner zahlreiche Beobachtungen über Verschliessung des Stammes der Vena cava de scendens, 60. Marjolin soll (nach dem Dictionnmre des sciences m^- dicales Paris 1819 to/ne 37 p. 28.) einen solchen Fall in seiner Dissertation beschrieben haben. Die Vene war ausgefüllt durch eine spindelförmige Geschwulst, welche auf das Innigste an der Innenwand des Gefäfses haftete und einen verlängerten Stiel besafs. Jene Ge- schwulst erstreckte sich von der Uebergangsstelle der Hohlvene in das Herz an, bis in die Vena subclavia. Sie war von schwarzem ge- ronnenem Blute umgeben, halte eine glatte Oberfläche und war tin den Enden weich. Die Vena axygos mit ihren Zweigen soll selir erweitert gewesen sein. 61. C. E. Deckart {Diss. inang. sistens descriptionem concretionis venae cavae descendentis iina cum ingente Aortae ascendentis aneurysmate. ßerol. 1823. 4.) fand die obere Hohlvene in der Nähe des Herzens völlig verschlossen; ihre Wandungen Avaren auf das Innigste mit der Wandung eines Aneurys- ma der aufsteigendeny^ör/«r verwachsen. Die Venenhäute waren gänz- lich verschwunden und durchaus mit jenem aneurysmatischen Sacke verschmolzen, so dafs auch bei der sorgfältigsten Untersuchung- die Fortsetzung der Venenhäute nicht zu entdecken Avar. Der 44jährige Kranke, von dem das beschriebene Praeparat herstammte, hatte be- ständig an einer Auftreibung der Venen des Gesichtes, des Halses und des ganzen Kopfes gelitten, indem der Rückflufs des venösen Blutes von diesen Theilen zum Herzen bedeutend erschwert sein mufste. Anfallsweise steigerten sich diese Symptome: Gesicht und Hals nah- men eine grau-blaue Färbung an; der Kranke hatte auf mehre Tage mehrmals sein Bewufstsein verloren.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22302748_0047.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


