Die Rohstoffe des Pflanzenreiches : versuch einer technischen Rohstofflehre des Pflanzenreiches / von Dr. Julius Wiesner.
- Wiesner, Julius, 1838-1916.
- Date:
- 1873
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die Rohstoffe des Pflanzenreiches : versuch einer technischen Rohstofflehre des Pflanzenreiches / von Dr. Julius Wiesner. Source: Wellcome Collection.
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![sich mikroskopisch grosse Krystalle nachweisen. Das Goniartharz riecht lerpentinartig, frisch aufgebrochen oder erwärmt, kümraelartig. Die festen Elemiharze sind durch Reichthum an krystallisirter Substanz ausgezeichnet. In d^n balsamischen Sorten lassen sich nur kleine Mengen von Krystallen nachweisen. Je weiter der Erstarrungs- process der Burseraceenharze vorwärts schreitet, desto reichlicher ti-eten sie auf. Es ist bemerkenswerth, dass man selbst in sehr krystall- reichen SpUttern direct im Mikroskope dieses morphologische Verhältniss nicht nachweisen kann. Der Grund hiervon liegt in dem Umstände, dass die amorphe Grundsubstanz, in welcher die Krystalle eingebettet sind, im Brechungsexponenten mit dieser sehr genau überein- stimmt, so dass es nicht zu einer optischen Differenzirung kömmt. Behandelt man aber einen Splitter von Elemiharz auf dem Objectträ- ger des Mikroskopes mit Weingeist, so löst sich die amorphe Grund- masse auf, und es bleibt eine Un- masse von nadelförniigen oder prismatischen Krystallen zurück. B a Fig. 15. Vergr. 300. A Krystalle («) und K r y- stallgrtippen(&) aus E1 e m i, nach Behandlung des Harzes mit Weingeist. jB Kry s talle (a') u nd Im Polarisationsmikroskop sind be- KrystallgrUppen {h'] aus Görnart, nach Be- ereiflicherweise die KrVStalle des handlung des Harzes mit Weingeist. Elemiharzes ohne alle Vorbehandlung leicht aufzufinden. Alle festen Elemiharze sind durch eine sehr geringe Härte und durch Geschmeidigkeit ausgezeichnet. Ihre Härte ist nämlich noch ge- ringer als die des Colophoniums. Sie lassen sich mit dem Messer wie Speckstein schaben, eine »Eigenthümlichkeit, die sie wohl mit keinem anderen Harze gemein haben. .Der Geruch ist stets terpentinartig und erinnert je nach der Sorte noch zudem an Fenchel, Anis oder Küm- mel. Der Geschmack ist aromatisch, bitter und dabei etwas erwärmend. Nach Brisson beträgt die Dichte des Elemi 1.018, nach Pfaff 1.083. Die Unterschiede in der Dichte sind gewiss nicht nur in der Ver- schiedenheit der Sorten, sondern wohl auch im Grade der Erstarrung zu suchen. Das Elemiharz erweicht nach Schrötter bei 80° C. und schmilzt bei 120° C. Es besteht aus einem amorphen und aus einem krystal- lisirten Antheile. Ersterer ist schon in kaltem Weingeist, letzterer erst 1) Poggend. Ann. Bd. 59. p. 68.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21463189_0119.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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