Die Ovarialschwangerschaft vom pathologisch-anatomischen Standpunkte / bearbeitet von Joaquin Collet y Gurgui.
- Date:
- 1880
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Credit: Die Ovarialschwangerschaft vom pathologisch-anatomischen Standpunkte / bearbeitet von Joaquin Collet y Gurgui. Source: Wellcome Collection.
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![erstreckt und nach oben und medianwärts in die Peritonäalfalte der Tuba übergeht. Dieses 2. Blatt halte ich für die hintere Platte der Peritonäaltasche des Ovariums, welche aber durch ihre feste Verwachsung und Theilnahme an der Sackbildung etwas von ihrem ursprünglichen Glanz eingebüsst hat. — An der Vorderfläche des Sacks dagegen sind nur Eeste von dem Peritonäalüberzug übrig- geblieben (Fig. I, Pia, Pia), so ein die linke Hälfte überziehender Fetzen, welcher mehrfach eingerissen ist, und der einst wohl mit dem vorherbeschriebenen, an der Ansatzstelle des Ovariums frei- liegenden, eingerollten Peritonäalstück ein einziges Blatt, das vordere nämlich, ausmachte. — Durch beide Blätter hindurch, hauptsächlich aber durch die vorderen Fetzen, schimmern auf dem Tumor hie und da einzelne feine bläuliche und dunkelrothe Streifen, wie auch ähnliche Flecke hindurch, wohl ein Ausdruck der ober- flächlichsten Gefässe des Fruchtsackes. „Um die Höhle (Fig. IV, Ck) des Fruchtsackes ansichtig machen zu können, wurde derselbe durch einen von seinem oberen Rand nach der untern Fläche hin gerichteten Schnitt aufgespalten und in seiner Höhle ein Fötus mit seinen Eihüllen und Placenta vor- gefunden. (Der Fötus wurde zur besseren Einsicht in die Höhle aus derselben herausgenommen [X] gezeichnet.) Placenta, Eihüllen und Fötus waren mit Ausnahme der Rupturstelle und Ansatzgegend der ersteren rings herum von einem festgewordenen Bluterguss umgeben. Die Placenta (PI) ist ziemlich rundlich, etwas gross, zottig, schwammig und durch die lange Aufbewahrung hie und da abgebröckelt. Gegen die Rupturstelle hin nimmt sie an Consistenz zu. ilhre Implantation befindet sich- am unteren Theil der vorderen Wand der Höhlung ungefähr über der Stelle, von welcher aus die Ruptur ausgegangen ist. Nicht weit von der Mitte ihrer Insertion entfernt und nur etwas mehr lateralwärts geht von der Placenta der Nabelstrang (Fu) ab, welcher mit einem zwischen 2—4 mm. variablen Durchmesser die Länge von einigen 8 cm. erreicht. — Amnios und Chorion (ACh), welche zur Entfernung des Fötus gespalten wur- den, sind durch ein kaum entwickeltes Gallertgewebe mit einander verwachsen, an einer Stelle jedoch von einander gelöst und überall mikroskopisch deutlich nachweisbar. Die Innenfläche des Amnios ist mit deutlichem Pflasterepithel bedeckt. Ausserhalb des Chorion ringsum auf der Sackwandung aufgelagert, von dieser aber sehr leicht abschälbar, zeigt sich eine structurlose, dichte, harte, dunkel-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21047030_0147.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


