Schiller's Schadel und Todtenmaske : nebst Mittheilungen uber Schadel und Todtenmaske Kant's / von Hermann Welcker.
- Date:
- 1883
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Credit: Schiller's Schadel und Todtenmaske : nebst Mittheilungen uber Schadel und Todtenmaske Kant's / von Hermann Welcker. Source: Wellcome Collection.
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![Orbita ist von innen und oben nach unten und aussen langgezogen, während die diagonale Verziehung der rechten Orbita von aussen und oben nach unten und innen geht, wodurch eine mehr gerundete Form dieser Orbita erzeugt wird. In Übereinstimmung hiermit ist die linke Orbita breit und etwas niedriger, die rechte höher und schmal. Der oben erwähnten Angabe, dass die rechte Orbita breiter als die linke sei, kann ich hiernach nicht zustimmen; im Einklang mit den von mir behaupteten diagonalen Verziehungen linde ich die linke Orbita breiter, dies aber sowohl, wenn ich eine gemeinsame Horizontale durch beide Orbiten lege, welche die Insertionsstellen der Ligamenta palpe- Iralia externa verbindet [hier linde ich für die rechte Orbita 42,2 mm, für die linke 42,6 *)], wie bei einer anderen Messung, bei welcher ich das Breitenmaass der Orbiten, wie dies die Schräglage der Augenölfnungeii des Kantschädels vorschreibt, schräg nach innen und oben steigen lasse. Für diese Messungen bedarf es, um an beiden Orbiten genau einander entsprechende Messpunkte zu treffen, einer Vorbereitung des Materials (vergl. Taf. VI, woselbst die von mir gemessenen Durchmesser eingezeichnet sind). Ich spannte einen Seidenfaden über die Sidura nasofrontalis und be- festigte die Enden desselben jederseits am Stirnfortsatze des Jochbeines (am unteren Rande des für das äussere Augenlidbändchen bestimmten Höcker- chens). Die Lage dieses Fadens bezeichnet den Breitendurchmesser der Orbiten (HB auf Taf. VI). Ein zweiter, den vorigen rechtwinklig kreuzen- der Faden (II) bezeichnet in jeder Orbita den Höhendurchmesser (dieselben couvergiren nach dem Kinn, in einem Winkel von etwa 33 Graden). Zwischen diesen Fäden wurden über jede Orbita noch zwei fernere Fäden — die beiden Diagoualmaasse — gespannt. (Dass die in jede Orbita eingetragenen vier Linien in unserer Zeichnung sich nicht in einem Punkte schneiden, ist kein Mangel der Zeichnung oder der Aufspannung der Fäden; es handelt sich um die geometrische Aufnahme von Linien, die in Folge der Krümmun- gen des Orbitalrandcs nicht in einer Ebene liegen.) Aus mehreren Messungen erhielt ich als Mittelwerthe: Breite der Orbita rechts 42,0, links 42,6 2) Höhe der Orbita „ 3(5,9, „ 36,1 Frontojugales Schrägmaass ... „ 43,0, „ 43,3 Frontomaxillares Schrägmaass . . „ 42,1, „ 41,8 Auf Taf. VI sind in beiden Orbiten die vergrösserten Durchmesser mit fetten, die verkleinerten mit feinen Linien eingetragen; die erstcren liegen in der Richtung der beiden Pfeile, sie bedeuten eine Schrägverziehung beider Orbiten nach links und unten. In der rechten Orbita sind x) Bei dieser Messung ist als medialer Zielpunkt die orbitale Kante des Pro- cessus nasalis des Oberkiefers (Vorderrand des Thränenkanals) gewählt. Misst man vom Aussenrande der Orbita nach dem Hinterrande des Thränenkanals, so erhält man für die rechte Orbita 39,1, für die linke 39,6. 2) Medialer Messpunkt ist der von dem Faden gekreuzte Vorderrand des Thränenkanals. Benutzte ich den Hiuterrand, so erhielt ich rechts 40,3, links 40,9.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21973878_0117.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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