Über Cholera auf Schiffen und den Zweck der Quarantänen / von Max v. Pettenkofer.
- Max Joseph von Pettenkofer
- Date:
- 1872
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Credit: Über Cholera auf Schiffen und den Zweck der Quarantänen / von Max v. Pettenkofer. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Datum Ort des Schiffes Cholera- p in ptViiti o*pti XJ C III CX JV Li 11 g v^ll 1866 • Breite Länge anfälle 9. März 10» 15' N. 90» 35'Östl. 1 19. „ 0 20 o. 880 1 iiiS waren noch drei Anfalle 21. -.1. „ 2 0' „ 880 35/ 1 TYl n f (1 PVP Tl 1 ) yf 11 TYi Q r 1 lar» illCill j I.IC1 cJX J^dLUIIL ctUcl nicht angegeben ist. Wäh- 22. „ 30 10' „ 890 30' „ 1 rend die Cholera herrschte, 25. „ 6» 35' „ 880 20' „ 1 kamen noch 30 bis 40 Cho- leradiarrhöen vor, deren 29. „ 130 10' „ 820 40' 1 Datum aber fehlt. I. April 200 0' „ 720 20' 1 Der Arzt behauptet: „Die intensive Hitze zwischen den Decken war so gross, das^ nach meinem Dafürhalten nahezu die Hälfte der Mannschaft auf dem Deck schlief. Es ist bemerkenswerth, dass keiner von diesen Leuten von Cholera ergriffen wurde. Ich hielt häufige Paraden, um Diarrhöen unter den Truj^pen zu entdecken. Gesalzenes Schweinefleisch und Citronen- saft wurden für diese Zeit ausgesetzt und jede andere sanitäre Maassregel, welche möglich war, wurde empfohlen und angewendet. Ich glaube, die bis jetzt vorgetragenen F^lle geben ein genügend voll- ständiges Bild von dem, was man bisher vom Vorkommen von Cholera- epidemien auf Schiffen in sichere Erfahrung gebracht hat. Diese hier zu- sammengestellte Reihe von Choleraepidemien auf Schiffen könnte aber bei Manchem, welcher dem Gegenstande ferner steht und nicht ein besonderes Studium daraus gemacht hat, wieder den Eindruck machen und die irrige Vor- stellung abermals hervorrufen, als wären die Choleraepidemien auf Schiffen etwas Häufiges oder Gewöhnliches. Zur Vervollständigung des Bildes ge- hörten nothwendig auch die Berichte über alle anderen Schiffe, welche zu gleicher Zeit, unter denselben oder ähnlichen Verhältnissen und Umständen mit einem cholerainficirten Küstenpunkte verkehrt hatten, ohne dass sich danach auf den Schiffen eine Choleraepidemie zeigte. Diese Fälle, von denen natürlich Niemand spricht, welche bisher noch Niemand aufgezeichnet und gezählt hat, würden eine so überwiegende Mehrzahl bilden, dass die Zahl der Schiffsepidemien dagegen verschwindend klein erscheinen würde. Um uns vor einem für Viele, wie ich aus Erfahrung weiss, naheliegenden Irrthume sicherzustellen, halte ich es daher für gut, zum Schlüsse die Auf- merksamkeit nochmals nicht bloss auf die Schiffe zu richten, welche Cholei'a hatten und brachten, sondern auch aufs Gegentheil, und uns nochmals das thatsächliche Bild vor Augen zu führen, welches der Ueberblick über den Gesammtverkehr der Schiffe zur Zeit einer Cholerainvasion gewährt. Ich will mit dem beginnen, was die internationale Choleraconferenz in Constantinopel 1866 darüber sagt*). Auf 33 Dampfschiffen und 112Segel- *) Conference sanitaire inteni.itionaie. Rapport sur les questions du l'rogi'amme rela- tives au Cholera. Mai 1866, ]). 48 bis 60.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2230471x_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)