Die intraocularen Geschwülste : nach eigenen klinischen Beobachtungen und anatomischen Untersuchungen / von H. Knapp.
- Jacob Hermann Knapp
- Date:
- 1868
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Credit: Die intraocularen Geschwülste : nach eigenen klinischen Beobachtungen und anatomischen Untersuchungen / von H. Knapp. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Francis A. Countway Library of Medicine, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Francis A. Countway Library of Medicine, Harvard Medical School.
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No text description is available for this image![in der Grösse einer Erbse eine weissgelbliehe, körnige, ganz harte Substanz, welche beim Zerschneiden knirschte und zwischen den Fingern sich wie feine, von breiigem Kitt zusammengehaltene Körner anfühlte. In der Inhaltsmasse war die Aderhaut (Ch) als eine schwarze ]/i bis 2 Mm. breite, wellige Linie zu er- kennen. Man sah, dass sie in verschiedenen Richtungen zu- sammengedrückt war, und deshalb nicht den reinen Querschnitt, sondern schiefe und halbe Flächenschnitte der Oberfläche zu- wendete. Auf der einen Seite lag die Kristalllinse (le), von Ciliarkörper und Iris fast ganz umschlossen; ihr zur Seite, durch eine Schicht Aftermasse getrennt, die Hornhaut (Co). Gerade dem Sehnerven gegenüber zeigte sich eine breite Oeff- nung, sowohl in der Choroides als in der Corneoskleralkapsel die Enden letzterer liefen spitz zu und hörten von Aftermassen um- geben auf. In der Nähe des Sehnerveneintritts war die Choroides gleichfalls getrennt, doch ist es klar, dass dies nur das Lumen des von der Sklera abgedrängten Choroidealloches war. Von Netzhaut, Glaskörper und Kammerwasser war Nichts zu sehen; auch forschte ich vergeblich nach dem Ciliarmuskel. Die mikroskopische Untersuchung erwies die ganze After- masse, innerhalb und ausserhalb der Aderhaut, als ein reines Gliom. Zellen von ein bis zwei Mal dem Durchmesser der Blutkörperchen lagen ziemlich dicht beisammen, doch so, dass eine amorphe Zwischensubstanz, namentlich mit dem binocularen Mikroskop, sich nachweisen Hess. Unter diesem Instrument traten nämlich auch bei minder feinen Schnitten die einzelnen Elemente deutlicher räumlich auseinander und Messen die Sub- stanz, in welche sie eingebettet waren, besser als solche er- kennen. Ganz aus denselben Elementen bestand auch dieDurch- bruchsmasse (m) ausserhalb der Sklera. Stücke von Blutgefässen waren sowohl in als ausserhalb der Augenkapsel in dem After- gebilde reichlich zu beobachten. Daneben fand man aber zahl- reiche rothe Flecken, in welchen die Gliomelemente von auf- gelöstem Blutfarbstoff gefärbt, aber auch noch mit verstümmelten Blutkörperchen vermischt waren. Die Choroides war ihrer eigenthümlichen Struktur grossen-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21062122_0064.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)