Mythologus, oder gesammelte Abhandlungen über die Sagen des Alterthums / Von Philipp Buttmann... Nebst einem anhang über das geschichtliche und die anspielungen im Horaz.
- Philipp Karl Buttmann
- Date:
- 1828-1829
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Credit: Mythologus, oder gesammelte Abhandlungen über die Sagen des Alterthums / Von Philipp Buttmann... Nebst einem anhang über das geschichtliche und die anspielungen im Horaz. Source: Wellcome Collection.
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![überall als Varianten; so dafs es schwer ist, die Lesart überall zu bestimmen: wiewohl die Kritiker gewöhnlich die Schreibart mit dem p als die richtigere vorziehen. Hören wir den Grammatiker Orus im Etymologikon, so ist cparpicc soviel als nccxgiu, und als Beispiel werden die von Einem Vater (Stammvater) abstammenden Heraldi- den und Achämeniden angeführt: hören wir den Aelius Dionysius beim Eustathius zu II. /?, 362., so lernen wir, dafs qocxpia ist, rjv J'/covc? rrraxpiär. Wir sehn nun deutlich, dafs alles dies auf die Herodotischen Stellen sich bezieht und blofs darauf sich gründet, dafs die Grammatiker das, was in diesen xiaxpiq heifst, für einerlei mit dem attischen cppaxpia erklärten. Allein diese scheinbare Einerleiheit der Begriffe haben wir oben schon beleuchtet; und mit ihr fällt also auch das weg, was daraus für die Ableitung dieses Worts von jenem zu sprechen scheinen möchte. Sonst wäre die Ableitung, so weit blofs von qaxpta die Rede ist, in sich untadlich, da solche Verwechslungen wie der Aspiratae und Tenues aus dem ältesten Schwanken der Mundarten sich vielfältig zu Unterscheidung der in die Bedeutung kommenden Modilikationen darbieten. Aber das mufs jeder gestehn, entgegen kommt uns diese Ablei- tung eben nicht; und vollends die Entstehung des dop- pelten p in cf pccxpioc ist eine Härte, der es an aller Begrün- dung fehlt. Vielmehr, selbst wenn uns gar keine Ablei- tung von cpoaxpta gelingen wollte, würde alle Analogie uns doch darauf führen, diese Form für die ältere, und qjf]tpri, qurgcc, qaxpla für eine ionische Erweichung dersel- ben zu halten. Eine solche Ableitung hat sich nun aber wirklich den neuern Etymologen (denn die nationalgrie- chischen sehn sich in ihren etymologischen Forschungen nicht leicht aufser ihrer eignen Sprache um) in dem buch- stäblich damit übereinkommenden lat. fr ater längst darge- boten. Denn gewifs nicht ohne Grund glaubt man vor- aussetzen zu können, dafs die Sprachen, welche paler und maler mit einander gemein hatten, auch in diesem \ er- wandtschaftsnamen werden übereingekommen sein; und dafs nur der Zufall in der einen durch das W^ort a&Äqpoc, welches ursprüngliche Beiwort eigentlich den beschränkte-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29295579_0697.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)