Lehrbuch der plastischen Anatomie für academische Anstalten und zum Selbstunterricht / herausgegeben von Prof. Dr. E. Harless.
- Date:
- 1856-1858
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Credit: Lehrbuch der plastischen Anatomie für academische Anstalten und zum Selbstunterricht / herausgegeben von Prof. Dr. E. Harless. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Eiiitheiliin des Schädels. Ma.sseiivertheiluiifi des Schädels. am Entsclicideiisteii sind. So z. B. die Wurzel der Nase und Ansatz der Oberlippe, Ansatz der Unterlippe, Stirne und Augenbrauen. Hieb er sind immer die äusseren Conturen gezwungen, zu den Scliädelpunkten zurückzubiegen, soweit sie auch zwischen ihnen von der Knochenfläche sich mögen entfernt haben. IMan sieht also leicht ein, dass alle Betrachtung des Kopfes von der des Schädels' ausgehen muss. Naturgemäss zerfällt derselbe in zwei Abtheilnngen: die eine umfasst das Gehirn, die andere trägt unmittelbar zur Bildung des Gesichtes bei. Die erste nennen wir den Gehirnschädel {Fig.17, A), die andere den Gesichtsschädel {Fiq 17, B). Wir haben zunächst die Mas- sen vertheilung dieser beiden Grup- pen im Allgemeinen zu untersu- chen , indem sic uns Aufschluss über das architektonische Princip des ganzen Kopfes giebt. Als Massen kommen hiebei das Hirn mit seinem knöchernen Gehäuse, und das Gebiss, also Ober- und Unterkiefer, mit der Zahnbewafl'nung in Betracht. Von einem Balanciren des Kopfes auf der Wirbelsäule kann um so Aveniger die Bede sein, je Aveniger der aufrechte Gang oder die FortbeAvegung in senkrechter Kichtung (Klettern) Bestimmung des Geschöpfes ist. AVir müssen hier ver- gleichend anatomische Betrachtungen einflechten, Avie dies überall da der Fall sein Avird. avo allgemeinere Principien der Formbildung aufzufinden sind. Die menschliche Bildung steht nicht isolirt als eine spccifisch cigenthümliche den übrigen organischen AA’^esen ge- genüber, sondern, verflochten in ihrer Gesammtzahl, bildet sic den Schlussstein der Schöpfung irdischer AVesen, und findet häufig ihre Erklärung in den Tv])en andrer Organismen. — Die mechanische Leistung des Gebisses hängt ab vou der Stärke und dem Umfang der Zähne im Allgemeinen und von der Form derselben gegenüber einer bestimmten Art der Nahrungsmittel, Avelche zerkleinert Averden sollen. Alles dies Avirkt zurück auf die Masse und Festigkeit der Kiefer, in Avelchen die Zähne stecken. Nach einem si)äter erst näher darzulegenden l’rincip Avählt die Natur bei den meisten BcAvcgungsorganen Hebelarme, an Avelchen die Kraft ZAvischen dem Drehpunkt und der Last angreift, und erzeugt dadurch sogenannte Gcsclnvindigkeitshcbel, durch Avelche sie an Muskelmassc ers[)art, Avas sie an Kraftaufwand derselben verscliAvcnden muss. Der FTnterkiefcr bildet einen solchen Hebel, i'hj. 17. .Senkrechter Diirclisclinitt durch den Scliädel. A Hirnschädcl- />’ (Jcisichtsschädel. Fi(j. 17.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29000208_0042.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)