Lehrbuch der plastischen Anatomie für academische Anstalten und zum Selbstunterricht / herausgegeben von Prof. Dr. E. Harless.
- Date:
- 1856-1858
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Credit: Lehrbuch der plastischen Anatomie für academische Anstalten und zum Selbstunterricht / herausgegeben von Prof. Dr. E. Harless. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![31) l’vrainide an, wobei dev Re.st der ^\'ölbimn^ ihrer Flächen in der Abrnndnng ihrer Kanten bcinerklich wird (cl. Fig. (10, 5G, 44, 42). Sieben Knochen tragen zu ilirer Bildung bei: Das Stirnbein, das Siebbein, der Oberkieferknochen, das Thränenbein, das Wangen- bein, das Keilbein und Gaumenbein. Tn dieser Höhle rollt, von seinen Muskeln gelenkt, der Aug- apfel, theilweise in Fett eingehlillt, Avelches wie Polster dieses Sinnesorgan nicht weniger durch seine Elasticität schützt, als die Knoehen])yramide durch* ihre Festigkeit. Durch das Schloch an der stuinpT’en Spitze der Pyramide dringt zu dem Augapfel der Sehnerv, von dem Hirn entstammend, um den Eindruck des Sinnes gleichsam entgegenzunehmen, und ihn dem Gehirn zu überantworten. Um die Wandungen der Nasenhöhle zu bilden, werden vier- zehn Knochen in Anspruch genommen. Die Nasenfortsätze des Oberkiefers, die Nasenbeine, die Pflugschaar, die unteren Nasen- nuischelknochen, das Stirnbein und Keilbein, das Siebbein, die. Gaumen- und Thränenbeine. Ihr Eingang, bald mehr, bald weniger horizontal gestellt, hat als vordere Nasenöffnung eine herzförmige Gestalt, und dient der knor])ligen Nase zum Anheftungspunkt. Ihre knöcherne Scheide- wand theilt die Höhle unvollkommen in zwei Hälften, und erst die daran sich fortsetzende knorplige M and führt die vollständige Trennung herbei. Beide von den Nasenlöchern beginnenden Räume öffnen sich nach hinten in den Sehlund (cf. Fig. 12). Dort com- municirt also die Mund- und die Nasenhöhle. In der letzteren dienen die mit einer feuchten Haut überkleideten muschelförmigen \T)rsprünge .zur Vergrösserung der Oberfläche, auf welcher der dureh die Löcher der Siebplatte vom Gehirn herabsteigende Riech- nerv sich ausbreitet, um die AVirkungen dunst- oder gasförmiger Substanzen entgegenzunehmen. Die unter der Nase gelegene ^Mundhöhle beherbergt das Organ i des Geschmackes, die Zunge, deren Nerven von dem schmeck- baren Flüssigen afficirbar, eine reiche Ausbreitung gewinnen. Sie Avird am Unvollständigsten durch IvnochcnAvändc eingcschlosscn, zu deren Bildung Ober- und Unterkiefer, Gaumen- und Keilbein bei- trägt. AVie sie bei dem Neugeborenen noch sehr niedrig ist, so wird sie es auch wieder im Greisenalter durch den A^erlust der Zähne und das A'erschwinden der knöchernen Fächer, in welcher die Zahnwurzeln stehen. Den innigen Zusammenhang aller der Theile, welche das Ge- sicht bilden, und die gegenseitigen Bedingungen ihrer Forment- wicklung erkennt man schon aus den Gesetzen ihres ersten Ent- stehens. Aus diesem Grund möge hier eine Skizze der Bildungsgeschichte §. |.3. des Gesiebtes Platz finden. ^lan denke sich den Dotter des menschlichen Eies nur viel ' kleiner als den des Hühnereies: ein weisses, eben noch mit unbe- I 'vaffnetem Auge sichtbares Pünktchen. Auf seiner ganzen Ober-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29000208_0057.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)