Lehrbuch der plastischen Anatomie für academische Anstalten und zum Selbstunterricht / herausgegeben von Prof. Dr. E. Harless.
- Date:
- 1856-1858
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Credit: Lehrbuch der plastischen Anatomie für academische Anstalten und zum Selbstunterricht / herausgegeben von Prof. Dr. E. Harless. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![irewesen sein inüäsen als die anderen. O ich die der Kürze wegen gebrauchten Ausdrücke llart- ilu’cin Wachstliuni consolidirt haben, und erlaubt den Schluss, dass in jener Zeit die einen Knoclien dein Druck leichter zugänglicli In diesem Sinn also niöclite und ^^'eicll- schädel verstanden wissen, ln die Vergleicliung müssen dann l'er- uer auch noch die Kinderschädel und die der Periode der Puber- tätsentwicklun”' ano-diörirren liereinffezoiren werden. Die hielier cilischlagendeii Ilntersucliuugeu sind von Engel * mit grosser Ge- nauigkeit mul Ziddilfenalime scharl’er aSIessmigcn gepllogen worden, welchen icli in iliren Ergebnissen hier folge , in Beziehung aber auf die Art der INIessung und die Zalilen auf die citirte Schrift selbst verwiesen zu haben ndch beffiiüiien muss. Ehe wir die Folgen eines Druckes als plastischen iNJittels zur Bildung eines bestimmten Schädeltypus scliildern, ist es nothwendig, die Ursachen des Druckes, also die meclianischen Kräfte und JMit- tel selbst namhaft gemacht zu haben, von welchen die Scliädelform abhänodt!: u’edacht werden soll. Die natürlichen JMittel liej^en in dem Zug der iSIuskeln am Aacken und in dem Druck der Kaumuskeln. Bei einigen wilden Völkern kommt dazu eine künstliclie Bandagirung, durch welclie §. 18. sie dem Schädel eine ilirer Idee nacli ideale Form zu geben suclien. Die jMuskulatur des Nackens wird einer späteren ausführlichen Beschreibung Vorbehalten; erwähnt sei hier nur. dass ein grosser Theil derselben zum Tragen und Aufheben oder Kückwärtsbewegen des Kopfes verwendet wird, und demgemäss seine Anheftung an dem Hinterltanpt finden muss. Es geschieht dies bei dem jMcnsclien auf der unterhalb der oberen halbzirkellörmigen Linie des llinter- liauptes gelegenen Fläche. Sie zeigt aus diesem Grund seiclite Vertiefungen und kleine Rauhigkeiten, um den jMuskeln eine grös- sere Zahl von Ansatz])unkten zu bieten. Diese fläche wird um so umfangreicher sein, je stärkere Nackenmuskeln erfordert werden; was selbst wieder im näehsten Zusammenhang mit der ScliAvere des nicht balancirten Kopfes im Ganzen, und mit der Länge des Hebel- armes zusammenfällt, an Avelchcm sich die Zähne befinden, also mit der Prominenz des Gebisses. Je unsicherer das Balanciren des Kopfes, d. h. Je weiter der Schwerpunkt desselben nach vorn fällt, desto kräftigerer Muskula- tur bedarf es , den Kopf zu tragen. Dem kommt bei den Tlderen das stark entwickelte Nackenband zu Hülfe, welches bei den Horn oder Geweih tragenden Thieren desshalb in so hohem Grad ausge- bildet, bei dem Meuchen nur ganz schwach angedeutet ist. Die Vermehrung der Oberfläche für Band- und Muskelansatz geschieht durch Vergrösserung der Rauhigkeiten, am Hinterhaupt durch Entwicklung von stark vorstehenden Knochenkämmen, deren schon früher «rcdacht wurde. Es kann das nach vorn fallende aut eine andere eise comj>cnsirt g der Aackenmuskulatur unnö(hi<’'cr schon früher gedacht wurde. Ueberirewicht aber auch noch werden, wodurch die Verstärkun (Ins Ivno('lH'np;oi’iiste lü’s nu'nsclilichon Antlit/.c’s. Wien IS.'iO.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29000208_0066.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)