Bericht über die Tätigkeit der zur Erforschung der Schlafkrankheit im Jahre 1906/07 nach Ostafrika entsandten Kommission / erstattet von R. Koch, M. Beck, F. Kleine.
- Robert Koch
- Date:
- 1909
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Credit: Bericht über die Tätigkeit der zur Erforschung der Schlafkrankheit im Jahre 1906/07 nach Ostafrika entsandten Kommission / erstattet von R. Koch, M. Beck, F. Kleine. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![> Die männlichen Formen (Taf. III, Fig. 4a, b) sind fast ebenso lang wie die weiblichen (die Geißel eingerechnet), aber sehr dünn und schlank. Der Blepharo- ! plast liegt vor dem Kern, welcher sehr dichtes Gefüge hat und intensive Färbung ' annimmt. Die Plasmafärbung fehlt fast vollständig, so daß man von dem Trjrpano- soma nur die Umrisse, Kern, Blepharoplast und Geißellinie sieht. Typus II. Wurde 24mal gefunden. Die weibhchen Formen (Taf. III, Fig. 5a, b, c, d) erscheinen sehr lang und bandförmig, nicht wie beim Typus I in der Mitte bauchig verdickt, sondern ] in der ganzen Länge fast gleichmäßig breit; am hinteren Ende fast stumpf, am i Geißelende nur schwach zugespitzt. Der Kern hat lockeres Gefüge. Der Blepharo- ! plast ist punktförmig, etwa ein Drittel so breit wie das Trypanosoma. Er liegt j immer nahe bei dem Kern und zwar vor, hinter oder neben demselben. Die Geißel j I ist sehr kurz und ragt kaum über das vordere Ende des Körpers hinaus. Das Plasma nimmt die Azurfärbung kräftig an und erscheint oft mehr oder weniger stark gekörnt. Die männlichen Formen (Taf. III, Fig. 6a, b, c) sind kürzer als die weib- j liehen. Sie sind sehr dünn und sehen geradezu fadenförmig aus. Doch kann man j den sehr schmalen und langen Kern und den daneben liegenden punktförmigen Blepharoplasten gut erkennen. Mitunter trifft man Exemplare, in denen der j Blepharoplast hinter dem Kern hegt, aber in der Regel hegt er vor demselben. Das vordere Ende des Körpers ist so dünn, daß es nicht abgestutzt erscheint, sondern so aussieht, als ob es in eine ziemHch lange und sehr feine Geißel übergeht. Von Plasmafärbung ist nichts wahrzunehmen. Typus III. Wurde 19mal gefunden. Die weibhchen Formen (Taf. IV, Fig. 7a, b, c, d) haben dieselbe , Größe, bandförmige Gestalt und kurze Geißel wie diejenigen des Typus II, sind i von diesen aber sofort durch den Blepharoplasten zu unterscheiden. Derselbe j ist bei diesem Typus groß, und zwar ist er länghch, fast stabförmig, oft leicht ge- | krümmt und, was sehr auffallend ist, zur Längsachse des Trypanosoma quer ge- j stellt. Der Blepharoplast reicht von der einen Seiten wand des Trypanosoma zur j anderen. Öfters ist er so lang, daß er die Seitenwand ein wenig hervorzutreiben i scheint. Außerdem steht er nicht, wie bei Typus I, vor dem Kern, oder wie bei ' Typus II dicht neben dem Kern, sondern ziemlich weit hinter dem Kern. Letzterer ! ist ebenso wie derjenige der beiden anderen Typen aufgelockert und wird nicht | intensiv gefärbt. Öfters zeigt er eine Teilung in acht Chromosome. | Die männliche Form (Taf. IV, Fig. 8a, b, c) ist etwas länger vmd | kräftiger als vom Typus II. Der Blepharoplast liegt immer vor dem Kern. Die j Geißel ist sehr lang. Zu diesen drei Typen ist noch folgendes zu bemerken. In der Regel findet man in einer Glossina Trypanosomen, welche nur zu j einem bestimmten Typus gehören. Es wird dadurch die Unterscheidung wesent- j lieh erleichtert. (Gemische von zwei Typen kommen nur ausnahmsweise vor. So i kann gelegentlich Typus I mit II oder III kombiniert sein. Die Unterscheidung I](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24749394_0036.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)