Weitere Beiträge zur Casuistik der Darmausschaltung / von A. Freiherr v. Eiselsberg.
- Eiselsberg, Anton, Freiherr von, 1860-1939.
- Date:
- 1896
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Credit: Weitere Beiträge zur Casuistik der Darmausschaltung / von A. Freiherr v. Eiselsberg. Source: Wellcome Collection.
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![Da kurz nach der Operation viel Kotk kam, diese Secretion aber nach und nach wesentlich abnahm, ja ah und zu durch 10—14 Tage vollkommen versiegte, konnte man denken, dass die im Anfänge bestehende, später noch ab und zu auftretende Secretion von kothartiger Masse aus dem Schalt- stücke stamme, so wie dies Obalinski, Körte und ich (in meinem ersten Falle) beobachtet haben. Da es mir aber ein Jahr post Operationen! gelang, in das Rectum eingespritzte Milch, wenn auch nur tropfenweise, in der Bauchfistel nachzuweisen, musste wohl noch das Bestehen einer, wenn auch nur recht feinen Fistel mit dem Darmcanale (Flexur) angenommen werden. In der That erwies auch die auf dringenden Wunsch der Patientin vorgenommene abermalige Laparotomie sehr viel- fache Adhäsionen und Perforationen der Därme untereinander, sowie Adhäsionen der Flexur an das ausgeschaltete Stück. Sicherlich hatte zur Zeit der Darmausschaltung (Juni 1894) zunächst nur die Comraunication zwischen Rectum und aus- geschalteter Diinndarmpartie bestanden. Erst nachträglich, wahr- scheinlich in Folge der localen Peritonitis hatte sich die Ver- wachsung der Flexur mit dem ausgesehalteten Stücke gebildet. Die C ommunication des ausgeschalteten Ringes mit der Dünndarmpartie war gewiss erst in letzter Zeit entstanden, wahrscheinlich durch die Wandnekrose begünstigt, vielleicht durch eine Art Klappenventil zeitlich verschlossen, da sich in den letzten Wochen zwar Darminhalt, doch anscheinend nur Dickdarminhalt durch die Fistel entleert hatte. I aS nu? die Secretion aus dem ausgeschalteten Stücke betrifft, so zeigte sich, dass in einigen Fällen das Darmstück, stark secermrte, ja selbst so stark, dass dadurch die nachträ- iche Exstirpation des ausgeschalteten Stückes nöthig wurde (Körte, Obalinski). ° A. ,]n ,ra®ine”! .,e1rsten Falle zeigte sich, dass so lange, als che behufs F istelbildung am ausgeschalteten Darmstücke in die Baut eingenähte Darmwand nicht eröffnet war, es zu stürmischen Erscheinungen kam (analog dem Falle Funk e’s). Es kann also dieser Fall den eben erwähnten beigezählt weiden in welchen die Darmsecretion eine reichliche war weloh^tw !SmdA andfTseits ehlige FiiIle berichtet, in aus d f-eiiAUSSCiha 5LlDg gr°SSer Partien die Secretion Tele m„nl i? abnahm> ja sogar spontan fast ver- gte(Hochenegg, F r a n k, Na r a t h, Bier, Wiesinger). ain 2,trf' ’'aile vo” Baracs, Obalinski, Wie- austretbnH ,be'™S,en, endllcb’ dass die totale Versenkung des u-sgeschalteten Stückes dreimal gelungen ist. DickdaSer6 ham,elte es sich ausschliesslich um Ausschaltung des](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22441281_0017.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


