Untersuchungen über den Krebs : und das Princip seiner Behandlung, experimentell und klinisch.
- Albert Wojciech Adamkiewicz
- Date:
- 1893
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Credit: Untersuchungen über den Krebs : und das Princip seiner Behandlung, experimentell und klinisch. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![mal gesetzmässige — Plattheit des Zellkörpers und die Rundung des Zellkernes. In jeder anderen Beziehung sind sie ganz-von ein- ander verschiedene Gebilde. Die Epithelien sind Elementartheile fixer Gewebe. Die „Krebszellen aber haben wir erkannt als für sich be- stehende Elemente, die keine fixen Gewebe, sondern Conglomerate bilden. Wir haben sie erkannt als Gebilde, welche die Fähigkeit besitzen, im warmen lebendigen Gewebe ihr Nest zu verlassen und ■— ähnlich, wie die weissen Blutkörperchen, vielleicht auch nach Art derselben — in das fremde, lebendige Gewebe einzuwandern. — eine Thatsache, welche uns auch den Mangel einer Kittsubstanz zwischen den einzelnen Krebselementen dem Verständnis nahe rückt. Endlich sind die Krebszellen Gebilde, welche sich ungeheuer schnell durch Theilung vermehren, Gift produciren und Gebiete, die sie heimsuchen, zerstören. Das sind Eigenschaften, wie sie nur selbständigen leben- digen Organismen zukommen. Und so gelangen wir zu dem Schluss, dass die Zellen des Krebses eigenartige Lebewesen — und also die Parasiten selbst sind, die die von ihnen verursachte Krankheit zu einer so furchtbaren machen. Da es eine hervorragende Eigenthümlichkeit dieser Lebewesen ist, dasjenige Element, in welchem sie leben und gedeihen, — und als solches haben wir eben das lebende Gehirn des Kaninchens er- kannt, und lehrt uns die tägliche Erfahrung alle Gewebe des lebendigen Menschen kennen, — zu zerstören, oder besser zum Zweck des eigenen Lebens zu lösen und aufzuzehren; — so lernen wir in diesen Elementen wahre fleischlösende und so das Fleisch vertilgende Parasiten kennen. Ich will sie deshalb „Sar- kolyten (aap? und Xuto — Sarkolytus) nennen. Da sich die Sarkolyten vorzugsweise vom Fleisch des lebenden Menschen nähren, so sind sie im wahren Sinne des Wortes „Menschen- fresser. Nach dieser Auffassung stellen die sog. „Krebszellen Orga- nismen dar, die ihrer Formation nach in die grosse Gruppe der Protozoen gehören. Als speciellere Gattungen, denen sie unter- zuordnen wären, kommen in Betracht die Gregarinen und die Coccidien. —Mit jenen haben sie vor allem die (amöbenartige [?]) Bewegung, — mit diesen zwei Merkmale gemein: 1. dass sie in der Substanz des lebendigen Gewebes vorkommen, nicht, wie die](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21231357_0060.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)