Medicinische Diagnostik, mit besonderer Berücksichtigung der Differentialdiagnostik / von J. Hermann Baas.
- Date:
- 1883
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Credit: Medicinische Diagnostik, mit besonderer Berücksichtigung der Differentialdiagnostik / von J. Hermann Baas. Source: Wellcome Collection.
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![W., Nr. 31, 1882) so geführt, dass man zuerst 500 ccm Harn mit Salz- saure vorsichtig ansäuert, dann 9 g Zinkstauh zusetzt, den Harn nun von dem zu Boden gefallenen Metall abgiesst, dieses auf einem Filter durch Uebergiessen von Wasser reinigt und dann trocknet (bei 60° C). Ist diess geschehen, so bringt man das Pulver in eine an einem Ende zugeschmolzene Glasröhre von 8—10 mm Durchmesser. Darnach füllt man, so dass es das ganze Rohrlumen einnimmt, grobkörniges Kupfer- oxyd darüber nach, und schliesslich in der Art, dass er das Rohr zur Hälfte füllt, reinen Zinkstaub, trennt aber jede der nicht über 6 cm langen Schichten gegen einander und nach aussen durch Asbest ab, zieht dann das offene Ende über der Flamme in eine lange Spitze mit kapillarem Lumen aus, glüht nun vom zuletzt eingefüllten Zink aus beginnend, nur nicht bis zum Schmelzen, etwa 10 Min. lang. In die ab- gebrochene kapillare Spitze bringt man etwas Jod hinein, wodurch eine röthliche Färbung entsteht, wenn Quecksilber im Harn zugegen ist. S. 74 u.: Anm. 2. L. Wehsarg: Mikroskopische und chemische Untersuchungen der Fäces gesunder und erwachsener Menschen, Giessen 1853, praes. J. Vogel. S. 92, Z. 7 v. o. 1. vor: die Klangfarbe = (Klang als Theiltöne legte zuerst. Martin Ohm [1792—1872] dar.) S. 143, Z. 1 v. u. s. nach: gar nicht: Wann sie zu hören anfangen ist noch nicht sicher festgestellt. W. Preyer glaubt schon nach 24 Stunden Gehör bei ihnen gefunden zu haben, was nach meinen Beobachtungen unwahrscheinlich ist. Ich glaube, dass sie mindestens eine ganze Woche nicht hören, oder wenigstens so schlecht, dass man es in gewöhnlichen Verhältnissen als Taubheit bezeichnen würde. Das- selbe ist bei kleinen Thieren, z. B. Katzen, der Fall. S. 150, zwischen Z. 4 u. 5 v. u. einzuschieben: Prof. Arnaldo Cantani in Neapel behauptet, dass man das sog. Vesikulärathmen über den ganzen Magen fortgepflanzt hören und, da es auf andere Theile, wie Kolon etc., sich nicht fortpflanze, diess als diagnost. Hilfsmittel für die Grössebestimmung des Magens benutzen könne. Besonders wichtig sei die Fortpflanzung der vesik. Modifikation nach dem Unterleibe für die Differentialdiagnose von Meteorismus intestinalis und peritonaealis (bei Perforation etc.). Bei Pneumoperitonäum pflanze sich das Vesikulär- athmen über den ganzen aufgetriebenen Leib fort bis zum Os pubis, bei selbst stärkstem Darmmeteorismus sei diess nicht der Fall, sondern es geschehe bei diesem die Fortpflanzung nur auf den Magen. Er er- klärt das letztere aus dem Umstand, dass hier die Zwischenwände der Därme die Fortpflanzung hindern (Centraizeitung 1878, Nr. 17). Ist dem so, dann liegt darin eine indirekte Bestätigung von Verf.s Erklärung des schwachresonirenden Schalls etc. S. 151, Z. 1 v. u. 1. Jacques st. Jaques. S. 152, Z. 11 v. u. 1. dessen st. desser. S. 160, Z. 18 v. u. 1. nach Handrücken: Handteller etc. ausnahms- %veise. S. 231, Z. 11 v. u. 1. vor Im: Zur Differentialdiagnose der Polio- myelitis ant. ac. und chron. von hysterischer Paralyse gibt Hughes Bennet Folgendes an: Bei Poliomyelitis fallen die Reflexe aus, bei Hysterie nicht, und bei jener gibt schon bald die elektrische Reizung keine Reaktion mehr, bei Hysterie bleibt sie oder vermindert sich bloss, bleibt aber selbst nach jahrelangem Bestände nicht aus.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21936006_0274.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)