Vorträge über Deszendenztheorie : gehalten an der Universität zu Freiburg im Breisgau.
- August Weismann
- Date:
- 1904
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Credit: Vorträge über Deszendenztheorie : gehalten an der Universität zu Freiburg im Breisgau. Source: Wellcome Collection.
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![in erster Linie davon ahliän^ren. oh das Ei während seiner iMitwickhing znni jungen Tier noch Zufuhr an Xahrungsmaterial von seilen der Mutter erhält oder nicht. Deshalb sind im allgemeinen Eier, die. um- hüllt und geschützt von Schalen, abgelegt werden, viel größer, als die Eier von Tieren, welche ihre Entwicklung im Innern des mütterlichen Körpers durchlaufen. Das bekannteste Beispiel für diesen Satz bieten Säugetiere und Vögel. Tiere von ähnlicher Oiganisationshöhe und ver- gleichbarer Körpergröße. Während die Eier dei' \'r)gel ijis lö cm lang und bis 1'., kg schwer sein können. bleil)en diejenigen der meisten Säugetiere von mikroskopischer Kleinheit und übersclireiten kaum die Länge von 0.^> mm. Dasselbe Prinzip offenbart sich aber auch oft innerhalb ein und derselben kleinen Grui)pe von Tieren, ja zuweilen bei ein und dersell)en Art. Auch hier wieder können die Wasserttöhe, Da])hniden. als Muster dienen. Es gibt bei ihnen zweierlei Eier. Sommereier und Wintereier, von denen die ersteren in einem Brutraum am Piücken des Weibchens ihre Elntwicklung zum jungen Tier durchlaufen, die anderen aber, von harter Schale um- schlossen, abgelegt werden. Erstere nun erhalten duich Pig. 71. Bythoti-pplips loiijfi- inaniis; der PJrutsack (Br) des Woil)diens: A mit zwei Winter- eiern gefüllt (Ife'), auf denen fünf große Samenzellen (sj>} liegen, A' Kücken des Tiers, Dr Drüsen- schiebt zur Absonderung der Srba- lensubstanz, BA' Begattungskanal. — ß Brutsack {Br) mit zwei Soiii- inereiern gefüllt (.SVv'j; bei dersellien Vergrößerung fl(,»0) gezeichnet. Dr A R Austreten nährender Bestandteile des Blutes m den Brutraum Itald mehr, bald weniger Nahrungszufulir von Seiten der Mutter, und biauchen deshalb weniger Dotter, als die Wintereier, die ganz auf sich selbst an- gewiesen sind. Dements])rechend tinden wir bei allen Daphniden die Sommereier mindestens etwas kleiner und dotterärmer als die Winter- eier, so z. B. bei der (Jattung Dai)hnella (Fig. 70. .i u. ß), bei einigen Arten, z. B. i)ei Bythotrejdies aber steigert sich dieser rnterschied so sehr, (laß die Sommereier fast dotterlos und ileshall» ganz winzig werden (Fig. 71, B). Das hat seinen (irund darin, daß hier ein mit Eiweiß- stoflen reich beladenes Frucht\vass(M- den Brutraum erfüllt, somit also der Embryo während .seiiuM- Entwicklung fortwährend und intcMisiv (m- nälirt wild. Für die Wiiitereiei' kommt dies nicht in Betracht, da sie abgelegt werden, und so tiiKh'ii wir sie rirsi.L; L,Mdl.l und Liaii/ erfüllt mit Dotter (Fig. 71, ./). Die Dotterlx'standleile .■^ind in diciseni Falle wie überhaupt bei allen ciid'acheren Eiern Ausscheidungen des Zellktirpers des Eies, allein die Natur wendet hier noch mancherlei Kunstgritfe, wenn ich so sagen](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20996330_0247.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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