Vorträge über Deszendenztheorie : gehalten an der Universität zu Freiburg im Breisgau.
- August Weismann
- Date:
- 1904
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Credit: Vorträge über Deszendenztheorie : gehalten an der Universität zu Freiburg im Breisgau. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image(> Jahre, weil — er nicht vom Baume der Erkenntnis gegessen hat, dann verbrennt er sich selbst und entsteht wieder von neuem aus seiner Asche — ein Symbol der ewigen SelljstVerjüngung der Natur. Während al)er unter den \'ölkern Eurojjas die Wissenschaft der Alten bis auf unkenntliche Reste verloren ging, erhielt sie sich, wie auf anderen (iebieten. so auch auf dem der organischen Natur i»ei den Arabern, durch welche ja so manche Schätze des Altertums schließlich wieder auf uns gekommen sind: auf dem Wege ai'abischer Erobeiungen kamen sie über Nordafrika und Spanien wieder zu den europäischen \ölkern. Auf diesem Wege gelangten auch die Schriften des Aristoteles wieder zur (ieltung. nachdem sie durch unseren für Wissenschaft und Kunst begeisterten Hohenstaufenkaiser Friedrich II. in Palermo ins Lateinische üi>ersetzt worden waren: ein Exemplar des Aiistoteles machte Friedrich IL der Universität Bologna zum (ieschenk, damit wurde das Wissen des alten (iriechen wieder (iemeingut der euro- päischen Kultur. \'oni XIII. .lahihundert an bis zum X\I. beschränkte sich die Naturwissenschaft daiauf. die Angaben des Aristoteles zu verbleiten und zu wiederholen. Neues, auf eigenei- Beol>achtung Be- ruhende> kam nicht hinzu, ja es fiel nicht einmal jemand ein. die An- gaben des Stagirifeii einer Prüfung zu unterziehen, auch dann nicht, wenn sie die näcli>tli('oenden Objekte betrafen. Niemand liemerkte den Irrtum, daß der Fliege acht, statt sechs Beine zuueschriel)eu wurden, es gali ei»en noch keine Naturforschung. aile> Naturwissen war ein rei?i scholastisches und beruhte auf dem unbedingten (ilaulten an die Autorität der .Mten.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20996330_0026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)