Vorträge über Deszendenztheorie : gehalten an der Universität zu Freiburg im Breisgau.
- August Weismann
- Date:
- 1904
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Credit: Vorträge über Deszendenztheorie : gehalten an der Universität zu Freiburg im Breisgau. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Gattung Tiuxalis hat man >o,<iar beobachtet, (lal.1 sie in dem sandigen Teil der libyschen Wüste hell sandfarl)ig ist. in ihrem felsigen Teil dunkel braun, also eine doppelte Anpassung derselben Art. Eine andere, in ihrer Färbung an die allgemeine Umgel)ung an- gepaßte Gruppe ist die der (ilastiere, wie man sie genannt hat. besser vielleicht der Kristailtiere. Eine große Menge schwimmender niederer Meerestiere und auch einige wenige des süßen Wassers sind farblos und völlig durchsichtig oder haben höchstens einen Stich ins bläuliche oder (Grünliche, und viele von ihnen werden dadurch, solange sie sich im Wasser Ijehnden, geradezu unsiclitl)ai'. In unseren Seen lebt ein kleiner, etwa einen Zentimeter langer Krel)s aus der Ordnung der Wassertlöhe. die Leptodora hyalina, ein gewaltiger Räubei- unter den Kleinsten, der mit seinen großen Schwimmarmen stoßweise vorwärts schwimmt, seine mit stachligen Borsten bewaffneten ß Paare von Raubfüßen wie eine Fischreuse zum Ergreifen der Reute weit aufsperrend. Sie können Dutzende von diesem Tier in einem Glase Wasser haben, ohne doch, selbst wenn Sie es gegen das Licht halten, ein einziges von ihnen zu sehen, denn die Tiere sind kristallhell und klar und haben genau das Lichtbrechungsvermögen des Wassers. Nur bei scharfem Zusehen und wenn man sie schon kennt gewahrt man hie und da kleine gelbliche Streifchen im Wasser, die mit Reute gefüllten und in voller Verdauung befindlichen Magen der Tiere, für welche begi-eitlicherweise Unsichtbar- keit nicht wohl eingerichtet werden konnte. Wenn Sie dann das (Was Wasser durch ein feines Tuch abgießen. Ideibt ein Haufen der wie (Gallerte aussehenden Leiber der Leptodora auf dem Sieb zurück. (ianz ebenso duichsichtig und wasserklar sind nun zahlreiche niedere Tiere des Meeres, die meisten niederen (^)uallen. Ri])pen(iuallon. Mollusken, die tönnchenförmigen Salpen. manche Wüi'mer. viele Kiel)se der ver- schiedensten Ordnungen und besonders eine ungeheure Zahl von Larven der verschiedensten Tiergrui)])en. Ich erinnere mich, an der Küste von Mentone das Meere so voll von Sali)en gesehen zu haben, daß man in jedem (ilase, mit dem man auf gut (Uück Meerwasser schöpfte, deren viele gefangen hatte, manchmal einen ganzen Tierl)rei. Allein im (ilas Wasser sah man sie nicht, und nur der Kundige erkannte sie an dem l)lauen lungewcidesack, der hinten in dem unsichtbaren Körper liegt. Erst wenn das Wassei- duich ein feines Netz abgegossen wurde, hatte man einen großen Klmpen kristallheller Gallertmasse auf dem Filter. Es leuchtet ein. daß dies als Schutzeinrichtung dient, die Tiere werden von ihren Verfolgern nicht gesehen: allerdings ist es kein ab- soluter Schutz, denn es gibt gar manche Verfolger, z. R. manche Fische, welche nicht warten, bis sie ihre Reute sehen, sondern welche lieinalie immer mit dem Maul auf und /.u schnai)i)en. es dem Zufall überlas.-end. ob er ihnen Reute zuführt. Indessen keine Schutzeinrichtung gewährt absoluten Schutz, sie schützt gegen man<'he. vielleicht gegen viele, nienials gegen alle Feinde. Also wenden wir uns zu einer anderen FäriMing>gruitpe. den grünen Tieren. Sie kennen unsere große grasgrüne Heuschrecke und wissen. wie leicht man sie üi)ersielit. wenn sie auf einem Indien (;ra>stengel, umgeben von amieren Gräsern und Kräutern, ruhig dasitzt: das lichte Grasgrün ihres ganzen KTupers schützt sie in hohem (irade vor Ent- deckung: mir selbst wenigstens ist es passiert, ilail ich auf blühender Wiese ihr gera<le gegenüber>tand nn«! längere Zeit ilichf an ihr vorbei- sah, ohne sie zu gewahren. In äliniiciier U ei-e >ind mm zahllose In-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20996330_0069.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)