Ein Fall von primärem Karzinom der prolabierten Vagina ... / vorgelegt von Karl Kirchner.
- Kirchner, Karl, 1880-
- Date:
- 1906
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Credit: Ein Fall von primärem Karzinom der prolabierten Vagina ... / vorgelegt von Karl Kirchner. Source: Wellcome Collection.
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![wie Pessarien wirken können. Zum Beispiel Tannen¬ zapfen1), Eßlöffel, Nährollen2) [23 Jahre lang getragen « in einem Fall], Glasstöpsel, Trinkgläser3) [10 Jahre lang in einem Fall], Pfeifenköpfe [10 Jahre lang in einem Fall], Haarnadeln, Geldbörsen, Bleistifte, Holz¬ stückchen, Wattetampons4) [Fall 29 Jahre lang, gleichzeitig Karzinom], Pfefferbüchsen, Rüben, Damen¬ sporn5)“ u.s.w., u.s.w. Schröder fand sogar neben einem Pomadentopf6) einen Maikäfer liegen. Auffallend ist es freilich, wie selten Frauen, die ein Pessar tragen oder an Prolaps leiden, von Karzinom befallen werden. Der Umstand je¬ doch, daß die Prädilektionsstelle der primären Scheiden¬ karzinome gerade die hintere Wand ist, wo die Portio bei Körperbewegungen immer mehr oder weniger scheuert, und daß im Gegensatz hierzu bei den sieben bis jetzt beobachteten Fällen von Prolaps mit Karzinom das Karzinom regelmäßig an der Seiten wand, die am Oberschenkel wetzt, ausgebildet war — während die vordere und hintere Wand gar keine oder nur geringe Karzinombildung zeigten —, ist sicher zu beachten, J) Breisky, Handbuch der Frauenkrankheiten, v. Bi 11- roth VII, p. 104. 2) Bover, Inaug.-Diss. Greifswald 1894. — Winternitz, Tübingen 1896. 3) Totmäzow. Z. f. Geburtsh. und Frauenkrankheiten 1890, 7 und 8. — Bazzanella, Wiener Kl. Wochensclir. 1893, p. 162. 4) Beckwith, Amer. Journal of. obst. 1888, p. 13. ß) Haverkamp, Festschrift ärztl. Verein Augsburg. Wiesbaden 1893. 6) Sabolotsky, Zentralbl. f. Gynäk. 1889, Nr. 5.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30609252_0028.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


