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Credit: Die Hirn-Erweichung / von Dr. Eisenmann. Source: Wellcome Collection.
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![iS gleiclnnässige Rötlic der Rindensubstanz entspricht genau der In- jection der Marksubstanz; die gallertartige Weichheit der erstcren i jener leichten Consistenz-Verminderung der zweiten, welche ein j Wasserstrahl noch kaum durchdringt. In der grauen Substanz j des Hirns offenbart sich die Blut-Congestion nie anders, als durch eine gleichmassige rosenrothe Farbe; kaum unterscheidet man zu- 1 weilen einige feine Gelasse, welche zu dieser Färbung durchaus I nichts beilragen. Bleibt das Blut bei diesem Zustande in den i Haargefässen eingeschlossen, oder verbreitet es sich gleich massig:] in der Nerven-Masse? Diese Frage gegenwärtig zu unterschei- den, dazu reichen unsere Kenntnisse von der Slruclur des Hirns>1 nicht aus.1) Beobachtung 7. Schwiiche der Intelligenz. Von Zeit zu Zeit eintretende, nppplexieartige Anfälle. Nach einer leichten Operation Schläfrigkeit, Coma, allgemeine Lähmung. Tod 4 oder 5 Tage später. — Chro- nische Erweichung an der hintern Parlliie der linken Hemisphäre. Partielle röthliche und oberflächliche Erweichung der Windungen beider Halbkugeln. — Die weiche Hirnhaut nimmt die erweichten Parlläen mit hinweg. Susanna Lharminot, 74 Jahre alt, hager und mager, verweilt seit einem Jahre in der Salpetriere. Es scheint, dass sie von Zeit zu Zeit vorübergehend das Bewusstsein verliert; ihr linker Arm ist seit diesen Anfällen bemerklick geschwächt, und mit der grossen Kälte des letzten Winters ist sie kindisch geworden; ihre Ideen und ihre Worte sind ohne Zusammenhang. In den letzten Tagen des März 1838 wird ihr eine kleine Geschwulst am linken untern Augenlide exstirpirt. Am Tage nach dieser Operation fällt sie in einen Zustand von Schläfrigkeit mit Schwäche der Bewe- gungen, welche sich bald in ein tiefes Coma mit allgemeiner und vollkommener Lähmung der Empfindung und der Bewegung ver- wandelt. Die Inspiration ist frequent, ein wenig stertorüs, der I Puls natürlich. Sie stirbt, nachdem sie vier Tage in diesem Zu- I stände zugebracht. Leichenbefund. In den Sinus der harten Hirnhaut eine grosse t Quantität llüssigen und geronnenen Bluts. Mittelmässige lnjedion I 1) Wenn der Herr Verfasser sich bei seinen Untersuchungen des Mi- 'I kroskops bedient hätte, so dürfte sein Uriheil etwas anders ausgefallen 11 sein. E.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22376070_0034.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


