Licence: Public Domain Mark
Credit: Die Hirn-Erweichung / von Dr. Eisenmann. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
48/158 page 34
![Section fand man in der Tliat eine Veränderung, die sich zum | Theil auf die Zeit, wo die Zufälle begannen, zurückführen liess,- 1 während der übrige Theil ohne Zweifel erst aus den letzten Tagen g dalirle. Es ist sehr einleuchtend, dass in diesem Falle die Krankheit I von aussen nach innen ging, von der Rindenschichte der Win- dungen gegen die Marksubstanz; dass die gelben Platten dei Oberfläche und die Erweichung mit der lebhaften Injection dei weissen Substanz im Grunde dieselbe Veränderung waren unc I nur zwei verschiedenen Epochen angehörten. Die Beobachtungen der Zellen-Inliltration, die wir sogleich inil- theilen wollen, werden alle uns neue und nicht minder inter- : essante Beispiele von gelben Platten der Hirnwindungen liefern. B. Zell e xi — Infiltration. Die Zellen-Inflllration des Hirns oder der zweite Grad de chronischen Erweichung der Mark - und dar centralen grauet Substanz charakterisirt sich folgendermassen: das Nerven-Mark is in einer kleineren oder grösseren Ausdehnung verschwunden um durch ein schlaffes Zellgewebe ersetzt, welches zwischen seine Maschen unregelmässige Zwischenräume hat, die mit einer trübe j I weisslichen Flüssigkeit gefüllt sind, und in dieser Flüssigkeit trifl oder vermisst man Flocken, die nichts Anderes zu sein scheine! i als kleine Läppchen von Hirnsubstanz. Wir wollen nun nac ,] einander den Sitz dieser Veränderung, das Zellgewebe und di Flüssigkeit, welche sie constiluiren, und den Zustand der sie um gebenden Hirnsubstanz untersuchen. Die Zellen—Infiltration hat, wie gesagt, ihren Sitz in der Mark ji oder in der centralen grauen Substanz des Hirns; sehr häufig i den gestreiften Körpern, selten in den Sehehügeln. Ob sie auc : in der Proluberanz und in den Pedunkcln angetrotTen worden is i kann ich nicht sagen; dagegen habe ich sie ziemlich oft im kleine ] Hirne gesehen. Wenn sie an die Oberfläche des Hirns grenzt, s j steht sie gewöhnlich mit gelben Platten der Hirnwindungen i Verhältniss; aber manchmal ist die Rindenschichle der Winduuge ganz verschwunden und das erweichte Mark geradezu von dt - i weichen Hirnhaut bedeckt, von der es nur durch eine dünn j Zellschichte bedeckt ist. Man findet oft die die Seiten-Y entrilo 1 umgebende llirnsubslanz durch die Zellen—Infiltration zerstört, un 3](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22376070_0050.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


