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Credit: Die Hirn-Erweichung / von Dr. Eisenmann. Source: Wellcome Collection.
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![der Insel [Läppchen des gestreiften Körpers] ist die Rinden- substanz der Oberfläche einer Windung in der Ausdehnung eines j: Zwei-Franken-Sliicks vollkommen verschwunden. Die Ränder die- i ser Verschwärung waren ungleich, gezahnt, senkrecht eingeschnitlen, 1 durch die Rinden- und ein wenig von der Marksubstanz gebildet, i ziemlich fest und ohne Farbenveränderung; nur an ihrer untern < Parlhie, auf den Läppchen des gestreiften Körpers selbst, sind die drei oder vier Windungen, welche dieses Läppchen bilden, < klein, sehr zusammengeschrumpft und von ziemlich tief gelber « Farbe. Die weiche Hirnhaut hängt mit dieser Verschwärungjl nirgends fest zusammen. Der Grund derselben ist weiss, mit i einer feinen, durchsichtigen und gefässreichen Haut ausgekleidet. Ist diese Haut entfernt, und giesst man etwas Wasser auf, so sieht man eine grosse Anzahl von Fäden und weissen, zellgeweb—[ artigen Lamellen schweben, und aus letzteren kann man ein > wenig trübe graue Flüssigkeit ansdrücken, womit sie imbibirt i sind. Diese Zellen - Infiltration erstreckte sich in der Tiefe bis zum gestreiften Körper, welchen sie umgab und so zu sagen von allen Seiten isolirte. In diesem ganzen Raume war die Mark- substanz in ein filzartiges, weisses, mit Kalkmilch infiltrirtes Ge- I webe verwandelt. Der gestreifte Körper selbst war ein wenig. : erweicht. Nach den eben mitgetheilten Beobachtungen scheint mir der | Ursprung der Hirn-Verschwärungen leicht nachzuweisen zu sein: t in den beiden ersten Fällen hatten sie sich offenbar auf Kosten | der gelben Platten der Hirnwindungen entwickelt; in dem Falle des | Ledere war die Verschwärung von rareficirten und gelblichen i Windungen umgeben; andrerseits haben Avir früher gesehen, dass die gelben Platten selbst nur eine Aveitere EntAvickelungsslufc | | der rothen Erweichung der Windungen sind. Die Verschwä- j rungen, die wir eben beschrieben haben, sind demnach nichts ! Anderes als diese rolhe mit Blut infiltrirte Enveichung der Windungen, Avelche die bisher von uns mit Sorgfalt verfolgten Metamorphosen durchgemacht und ihre letzte Periode oder EntAYickelungsslufe erreicht hat. Diese Aufeinanderfolge der Er- scheinungen erachte ich für ganz naturgemüss und mit den all- gemein angenommenen Ideen der Pathogenie ganz überein- i > stimmend.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22376070_0064.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


