Anleitung zum Gebrauche des Mikroskops, für Aerzte, Naturforscher und Freunde der Natur / [Adolphus Moser].
- Moser, A. (Adolphus), 1810-
- Date:
- 1839
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Credit: Anleitung zum Gebrauche des Mikroskops, für Aerzte, Naturforscher und Freunde der Natur / [Adolphus Moser]. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![gen der Kugelgestalt zimelimen und die Länge des Mi- kroskopes immer grösser werden. Bei einem 5 Zoll lan¬ gen Mikroskop würde die grösste Vergrösserung, welche man erreichen könnte, gleich 56 sein. Das Verhältniss des Gesichtsfeldes hei diesen Mikroskopen ist hei einer ÖOmaligen Vergrösserung im Halbmesser nahe Vig Zoll, und es verhält sich hei einer solchen Yergrösserimg die optische Klarheit des Mikroskop es zur natürlichen Helle des Gegenstandes wie 1 : 81, so dass durch Spiegel die¬ sem Mangel an Helligkeit nothwendig ahgeholfen wer¬ den muss. Die Theorie des zusammengesetzten Mikro- skopes bestehet darin, dass man das durch das Objectiv er¬ zeugte Luftbild mit einer convexen Linse, dem Ocular betrachtet, und zum bequemeren Gebrauch wird man beide Linsen in eine Röhre fassen, die sich durch Verschieben* ihrer Theile verlängern oder verkürzen lässt. Es wird dieses Rohr an der inneren Seite geschwärzt, um die in schiefer Richtung auf die inneren Wände des Rohres aiiffallenden Strahlen, welche das deutliche Sehen stören würden, zu absorbiren. Aus demselben Grunde werden im Innern dieses Rohres Ringe, sogenannte Blendungen oder Diaphragmen angebracht, welche diese schiefen Strahlen noch mehr auflialten. Die Vergrösserung in ei¬ nem solchen Mikroskop ist gleich dem Verhältnisse des absoluten Halbmessers des Bildes, welches durch das Ocular von dem Luftbilde entstehet und letztes Bild genannt werden kann, zu dem Halbmesser des Gegen¬ standes selbst, und sie wächst bei übrigens gleichen Um¬ ständen wie die Brennweiten der beiden Linsen abneh¬ men. Die Bedingungen des Deutlichsehens, welche bei einem solchen Mikroskope in Betracht kommen, sind fol¬ gende. Die Objectivlinse darf nicht von einer zu klei¬ nen Kugel genommen werden, und zwar weil diese sonst nicht genau verfertigt werden können, w^eil kleine Ob]ectiv- öftnungen nur sehr wenig Licht aufnehmen können und ei¬ gene Fehler im Sehen hierdurch entstehen. Nachtheili¬ ger noch ist es, wenn die Oculariinse eine zu kleine Brennweite hat. Da nämlich die Oberfläche der Obje- ctivlinse nur sehr klein ist, so kann von jedem Punkte des Gegenstandes nur ein schmales Lichtbündel auf das Objectiv fallen, so dass wenn dieses sich in einem Punkte des Luftbildes concentrirt und von da gegen das Ocular geht, dasselbe keinesweges das ganze Ocular zu bedck-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2934170x_0022.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)