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Credit: Lehrbuch der Geburtshulfe : fur Arzte und Studirende / von Paul Zweifel. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![nachgewiesen worden (Berliner klin. Wochensclir. 1874. Nr. 21 u. Arcli. f. Gyn. Bd. XII. p. 235). Der Uebergang löslicher Arzneimittel ist sehr oft nachgewiesen worden; zuerst nach Verabreichung von Jodkalium durch Schauenstein u. Späth (Jahrb. d. Kinderheilkunde von Meyer, Politzer und Schöller Bd. II. 1859. p. 13), Gusserow (Arch. f. Gyn. Bd. III. p. 261), Krukenberg (nach Ver- aschen des Fruchtwassers. Arch. f. Gyn. Bd. 22. p. 1. 1883), die Salicylsäure von Benicke (Zeitschr. f. Geb. u. Frauenkrankheiten [E. Martin], I. p. 477, Arch. f. Gyn. Bd. VIII. p. 586 u. Centralbl. f. Gyn. 1879. p. 178), Runge (Centralbl. f. Gyn. 1877. p. 75), Zweifel (Arch. f. Gyn. Bd. XII. 1877. p. 235), Ferrocyankalium, Bromkalium, chlorsaures Kali von Porak (De l'absorption des medicaments par le placenta etc. Paris 1878), Benzoesäure, Hippursäure von Gusserow (Arch. f. Gyn. Bd. XIII. p. 60). Das Wichtigste, aber auch das Schwierigste ist der Nachweis körper- licher Elemente im Fötus. Positive Angaben, die für einen Uebergang von fein zertheiltem Zinnober aus dem Blut der Mutter in den Fötus sprachen, erwähnten ßeitz (Centralbl. f. med. Wissensch. 1868), Perls (Allgemeine Pathol. II. p. 256) und für die Spirillen des ßecurrenstyphus Huber (Deutsche med. Wochenschr. 1881. Nr. 8). Krukenberg A. f. G. Bd. 31 p. 328, vergl. Litte- ratur über Infectionskrankheiten. Dagegen hatten Fehling mit chinesischer Tusche und Ahlfeld mit dieser, mit Krapp und Fettimprägnation negative Resultate (Centralbl. f. Gynäkol. 1876. p. 45). Diese Forschung hat ihre Bedeutung für die placentare Uebertragbarkeit der Infectionskrankheiten und wird es in den nächsten Jahren an entsprechenden Versuchen nicht fehlen. Vorläufig waren für Milzbrand alle Nachforschungen nach Bacillen im Fötus negativ. Brouell (Virch. Arch. Bd. XIV), D avaine (Recueil d. med. veter. 1868), Bollinger (Deutsche Zeitschr. f. Thiermedicin Bd. I, p. 5). Wir haben aber oben über Spirillen positive Ergebnisse erwähnt und es sjirechen die Erfahrungen bei einzelnen Infectionskrankheiten, obenan bei Syphilis, für die Möglichkeit eines Ueberganges geformter Elemente. Vergl. noch J. P. Pyle, Philadelphia med. Times. Juli 28. 1888. Kurzer Bericht vom Uebergang von Ultramarinblau und von Bacterien, vergl. hinten Infectionskrankheiten. Der Kreislauf des Fötus ist mehrfach anders als der des geborenen Kindes und des Erwachsenen. Gehen wir von der Placenta aus, in welcher das Blut oxydirt wird und hellroth durch die Nabelvene zum Kind zurückfliesst, so ist zunächst die Theilungs- stelle der Umbilicalvene unter dem Leberrand zu bemerken. Nur ein Theil des Blutes, und zwar der kleinere, fliesst durch den Ductus venosus Arantii zur unteren Hohlvene. Der grössere Theil mischt sich in der eigentlichen Fortsetzung der Vena umbilicalis, nämlich in der Pfortader, mit dem Venenblut des Darmes. In der Vena portae entsteht also zunächst ein gemischtes Blut. Es ist bemerkenswerth, dass beim Fötus wie beim Erwachsenen gemischtes Blut zur Leber fliesst und der Schluss nicht unberechtigt, dass eine solche Mischung zur Leberfunction unumgänglich nöthig ist. Das gemischte Blut, das in der Vena cava inferior aufsteigt, ent- leert sich an der Einmündung der unteren Hohlvene in den rechten Vorhof. An dieser Einmündungssteile sitzt die Valvula Eustachii, die gerade beim Fötus relativ gross ist. Sie gibt dem Blutstrom die Richtung gegen die Vorhofszwischenwand. Die Einmündung der Vena cava superior ist beträchtlich weiter nach rechts , mehr im rechten](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21924703_0096.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)