Studien über Säugethiere : ein Beitrag zur Frage nach dem Ursprung der Cetaceen / von Max Weber.
- Max Wilhelm Carl Weber
- Date:
- 1886
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Credit: Studien über Säugethiere : ein Beitrag zur Frage nach dem Ursprung der Cetaceen / von Max Weber. Source: Wellcome Collection.
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![Später soll auch beschrieben werden wie die Borsten der Lippen des erwachsen Thieres beim jungen Thiere durch äusserst lange dünne (ungefähr von der Dicke des Menschenhaares), braun- gefärbte Haare vertreten werden. Abgesehen von der dichteren Beliaarung und dem anderen Charakter der Haare, gleicht die Haut des jungen Thieres der des erwachsenen. Sie ist auch bereits durch untiefe Furchen in die oben genannten grösseren und kleineren Parcellen zerlegt. Die Dicke der Haut 0 des Nilpferdes ist bekannt genug. Epidermis und Lederhaut sind zusammen im Mittel 2—2,5 cm dick. Beim neugeboi'enen Thiere finde ich 9 mm für die Dicke der E.ückenhaut. An einzelnen Stellen Avird erstgenanntes Maass beim erwachsenen Thier noch übertroffen, so an den Lippen, namentlich dort, wo sich dieselben in die Mundhöhle umbiegen. Auf die Epidermis kommen an diesen dicksten Stellen 1,5—2 mm. Das Stratum corneum ist alsdann bis zu 0,4 mm dick. An minder dicken Stellen der Lippen beträgt die Dicke der ganzen Epidermis nur reichlich 1 mm; die des Stratum corneum im Mittel 185 {.i. An derselben Haut finde ich an anderen Stellen die Epidermis 518 f^L dick, das Stratum corneum nur 74 Was den feineren Bau anlangt, so hebt sich aufschnitten, die mitEarbstoffen behandelt wurden, das gefärbte Stratum mucosum bei schwächerer Vergrösserung sehr scharf ab von dem unge- färbten Stratum corneum. Die grossen Zellen der erstgenannten Lage gehen ziemlich plötzlich in eine Lage weniger platten Zellen über, deren Kerne noch gefärbt sind. Dann folgt die Hornlage mit dünnen platten Zellen, an denen kein Kern mein- zu sehen ist. Ln Ganzen ungefärbt, findet sich doch bei Carmin- färbung eine unterste Schicht dieser Lage, die noch Farbstoff aufnimmt. Bei Behandlung mit Hämatoxylin endlich nimmt die Aussenschicht und die unterste Schicht des Stratum cor- neum ein braungefärbtes Aeussere an, während dazwischen eine helle ungefärbte Schicht bleibt. Eine besondere Besprechung verdienen noch echte Chro- matophoren (cfr. Taf. I Fig. 4), die zwar spärlich, aber deutlich in der Epidermis und zwar im Stratum mucosum liegen. Zunächst liegen sie an der Grenze desselben gegen das Cor])us papilläre, vielfach so, dass der eigentliche Zellleib genau an ') Vergleiche Tafel I Fig. 1, 2, 3.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22293267_0014.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


