Studien über Säugethiere : ein Beitrag zur Frage nach dem Ursprung der Cetaceen / von Max Weber.
- Max Wilhelm Carl Weber
- Date:
- 1886
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Credit: Studien über Säugethiere : ein Beitrag zur Frage nach dem Ursprung der Cetaceen / von Max Weber. Source: Wellcome Collection.
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![miiss. Die echten Talgdrüsen nun sind ein Anhängsel des Haar- follikels und des Haares wegen da, wird das Haar kleiner, end- lich sehr klein, so kann die Talgdrüse an Volumen wachsen und das Haar ist nun, so zu sagen, ein Anhängsel der Drüse, um deren Ausführungsgang offen zu erhalten. Endlich geht das Haar ganz verloren und die Drüse wird stark vertheilt acinös. wie z. B, an der Lippe des Menschen. Schweissdrüsen aber und alles was hierzu gehört, kurzum die tubulösen Hautdrüsen, haben mit dem Haare nichts zu schaffen. Sie können im einzelnen Falle in einer Haartasche münden, das ist aber eine Zufälligkeit. In unserem Falle nun haben wir es mit einem Thiere zu thun, dessen ganze Rücken- fläche behaart ist; vor allem im Embryo und jungen Thiere hat diese Behaarung noch mehr den gewöhnlichen Charakter der Behaarung: sie ist] dichter und die Haare sind noch fein. Später erst finden sich nur Borsten, deren Follikel keine Talg- drüsen mehr haben, wie wir im vorigen Abschnitt sahen. Beim jungen Thier aber finden sich diese noch an den Haar- follikeln. Zwischen diesen Haaren (resp. Borsten) tritt dann der Ausführungsgang unserer fraglichen Drüsen zu Tage, ganz so wie sonst die Schweissdrüsen. Von Avelchem Standpunkte aus man daher die Sache besehen möge, stets, meine ich, kommt man zum Schluss, dass wir es bei Hippopotamus mit abgeän- derten riesigen tubulösen Drüsen zu thun haben. Auffallend ist mithin nur ihre starke Entwickelung und das eigenthümliche Secret an Stelle des „Schweisses. Bei der Beschreibung ging ich aus von der Drüse des neu- geborenen Thieres; ich vervollständige nun das dort Gefundene mit dem Befunde am erwachsenen Thiere. Es liegt auf der Hand, dass beim erwachsenen Thiere alles viel grösser ist. Durch das oben bereits bezeichnete Versäum- niss konnte ich nur Haut vom Bauche und von den Lippen desselben untersuchen. An letzteren fanden sich noch einige Drüsen. Bei einer mass der Ausführungsgang reichlich 2 cm. während die Drüse selbst reichlich die Grösse einer Erbse hatte. Hieraus erhellt mithin, dass einzig die Beschreibung von Crisp richtig ist, der die Drüsen gesehen hat, denselben jedoch auf seiner Zeichnung ein acinöses Ansehen verleiht. Es ist jedoch auch beim erwachsenen Thiere eine echte tubulöse Drüse. Was das auffallende Secret angeht, so will ich zu den obigen Angaben noch folgende Beobachtungen hinzufügen. Das-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22293267_0026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


