Studien über Säugethiere : ein Beitrag zur Frage nach dem Ursprung der Cetaceen / von Max Weber.
- Max Wilhelm Carl Weber
- Date:
- 1886
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Credit: Studien über Säugethiere : ein Beitrag zur Frage nach dem Ursprung der Cetaceen / von Max Weber. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![tophoreii nicht in Verbindung mit Nerven. Wir finden sie aber, wie bereits auseinandergesetzt an den dunklen Hautstellen und diese dunklen Partien treffen wir Avenigstens am Rücken, zu- weilen auch an anderen Stellen des Körpers. Sie begleiten hier die langen Papillen der Lederhaut, die stark entwickelte Blut- gefässschlingen enthalten. Auch bei anderen Säugethieren, deren Haut durch Haare nicht beschattet wird, finden wir die Grenze der Epidermis auffallend dunkel pigmentirt, und zwar stets an der Hautpartie am meisten, die auch dem Lichte am meisten ausgesetzt ist. Mit Absicht gebrauchte ich den Ausdruck „beschattet'', da ich hier in der That eine Beziehung des Lichtes zu den Blut- gefässen suchen möchte. Es wird nämlich der Eindruck hervor- gerufen, als ob die Pigmentirung — geschehe sie nun durch eigentliche Pigmentzellen oder durch pigmentirte Retezellen — die Blutgefässe resp. das Blut gegen das Licht schützen solle. Dieser Eindruck wird verstärkt, wenn man an einige Thatsachen denkt, die sich gewiss vermehren lassen, wenn man hierauf achtet. So die Thatsache, dass die Wände der Blutgefässe der Anuren pigmenthaltig sind, und dass vor Allem die oberflächlich gelegenen Gefässe von beweglichen Farbenzellen umstellt sind. Ferner sei daran erinnert, dass sich Chromatophoren zahlreich im Rete des Igelohres neben pigmentirten Epithelzellen finden, wozu noch kommt, dass die Kerne der Blutgefässcapillaren mit feinem Pigmentstaub bedeckt sind und zwar je dichter unter der Epidermis, desto mehr, wie Schöbl beobachtete. Ich bin nun nicht der Ansicht, dass dieser Hinweis Alles erkläre. Im Gegentheil, Vieles fügt sich demselben nicht. So ist bekanntlich die Bauchhaut mancher Cetaceen, daneben auch wohl andere Stellen der Haut, weiss oder wie Ouvier es ausdrückt, silberweiss-glänzend gefärbt. Die Farbe ist einzig dem Fehlen von Pigment und Chromatophoren zu danken, oder dieselben sind wenigstens ausserordentlich sparsam. Leydigi) dachte daran, die Angaben von Martens und Cuvier, dass der Unterleib der Cetaceen eine schöne Silber- farbe habe, dadurch zu erklären, dass hier metallische Pigmen- tirungen im S])iele seien; dies ist aber nicht der Fall, der Sill)erglanz entsteht durch die spiegelnde Oberfläche der Horn- lage, die eine farblose mithin weisse Epidermis überdeckt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22293267_0042.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)