Studien über Säugethiere : ein Beitrag zur Frage nach dem Ursprung der Cetaceen / von Max Weber.
- Max Wilhelm Carl Weber
- Date:
- 1886
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Credit: Studien über Säugethiere : ein Beitrag zur Frage nach dem Ursprung der Cetaceen / von Max Weber. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![bei Zusammenstellung der Säugetliiere, bei denen ein Epitri- cliium vorkommt; denn mit diesem muss man die Hülle ver- gleicben, in der der Fötus von Stannius steckte. Gibt man diesen Vergleich vxx, dann liegen hier verschiedene merkwürdige Punkte vor, die es doppelt bedauerlich machen, dassWeIcker die Mittlieilung von Stannius nicht kannte. Zunächst stimmt Phocaena unter allen auf diesen Punkt hin untersuchten Säuge- thieren nur mit Bradypus überein, in sofern, als nur bei diesen beiden das Epitrichium als eine unverletzte Hülle bis zur Geburt ausdauert; bei den anderen reisst diese Hülle schon während der B^ötalzeit. Bei keinem wird es so dick wie bei Phocaena und Bradypus, Ob nun das Epitrichium bis zur Geburt aus- dauert oder schon während der Fötalzeit zerreisst, hängt nach Welcker davon ab, „ob die Entwickelung der das Epitrichium abhebenden Haare in eine spätere Zeit fällt, in welcher der Embryo seine Geburtsgrösse nahezu erreicht hat, oder ob die Abstossung des Epitrichs bereits am halbwüchsigen Embryo erfolgt. Eine besondere Rolle spielen bei dieser Abhebung die Haare. Nun kommt es beim Fötus von Phocaena nicht zur Entwickelung von Haaren — die einzelnen Borsten an der Ober- lippe ausgenommen und diese sollen noch dazu mit dem Epi- trichium abfallen. Es müssen hier also andere Momente eine Bolle spielen, um dies Epitrichium abzuheben. Diese interessante Erscheinung konnte ich nicht nachunter- snchen, da mir nur bereits geborene Thiere oder sehr viel jüngere zur Untersuchung vorlagen. Ueber die Leder haut kann ich kurz sein. Bei Balae- noptera Sibbaldii fand ich ihre Dicke oberhalb der Oberkiefer 12 cm betragend. An den übrigen Körperstellen beträgt ihre Dicke im Ganzen weniger. Die starke Ausbildung der Papillen ist gleichfalls bekannt genug (cf. Taf. I Fig. 5); ebenso, dass die- selben nur riesig lange Blutgefässe enthalten. Man sollte meinen, dass allmählich die hauptsächlichste Eigenthümlichkeit der Lederhaut der Cetaceen allgemein be- kannt geworden wäre, nachdem Leydig bereits 1B59 sehr treffend darauf wies, dass „bei den Cetaceen die Lederhaut fast nach ihrer ganzen Dicke in Fettkörper (Panniculus adiposus) umgewandelt erscheine, so dass eine nur verhältnissmässig schmale Zone zunächst des Pa])illarkörpers frei von Fettzellen ist. Man macht daher bekanntlich von Cetaceenhaut im Allgemeinen kein Leder, nur v(-n Moiiodon monoceros und Bolnga leucas geschieht](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22293267_0044.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)