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Credit: Ophthalmoskopische Studien / von A. Siegrist. Source: Wellcome Collection.
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![9. Februar 1894. Es ist die Sehkraft des linken Auges auf 0,15 gestiegen. Das totale Skotom für Weiss wie für Farben be- ginnt oberhalb des Fixirpunktes und erstreckt siel] etwa bis zum 15° nach oben. Die seitliche Ausdehnung des Skotoms beträgt für Weiss je 8°, für Farben je 10°. Ophthalmoskopisch hat sich nur die Farbe der hulförmigen, weiss glänzenden Maculaparthie geändert. Dieselbe ist etwas grün- lichgrau geworden, während die Grenzen ebenso scharf wie früher blieben. 29. August 1894. Die Sehschärfe des linken Auges be- trägt 0,625. Es war, wie die perimetrische Prüfung nachwies, das totale Skotom verschwunden, nur an Stelle des früheren Skotoms, 3—4° oberhalb des Fixirpunktes und etwas nach innen, war das Gesichtsfeld leicht neblig getrübt. Subjectiv hatte Patient beim Blick an den Himmel oder an eine hellere Wand des Zimmers den Eindruck, als ob in der dem relativen Skotom entsprechenden, etwas verschwommenen Parthie des Ge- sichtsfeldes sich feine weisse Adern netzförmig durchzögen. Der ophthalmoskopische Befund, Fig. HI, zeigte eine be- deutende Verkleinerung der macularen, halbovalen, hellen Scheibe. Die obere Hälfte, mit Ausnahme des äusseren saturirteren Randes, war bis auf feine wolkige, gräulichgrüne Trübungen verschwunden. Ebenso fehlte bis auf diese unregelmässigen feinen Trübungen das nasale, gegen die Papille zu grenzende Drittel der früheren weissen Scheibe. Die äussere noch erhaltene Parthie hatte jedoch ihre scharfen Grenzen beibehalten. Was die untern grossen Netzhautgefasse betrifft, so sind dieselben jetzt in ganzer Ausdehnung zu sehen. Am Pole des ehemaligen Halbovals liegt stellenweise ein mehr oder weniger dicker graugrüner Schleier auf denselben, doch ist der- selbe nicht so dicht, dass die Gefässe nicht hindurchzuschimmern vermöchen. 26. April 1895. Das ophthalmoskopische Bild ist in der Weise verändert, dass der obere Rand der nunmehr wieder mehr rein weiss schimmernden Scheibe schärfer horizontal verläuft. Die weisse Schicht schein! etwas dünner geworden zu sein. v. c. = 0,2. Die Schuld an dieser Verminderung der Sehschärfe trägl eine centrale Macula corneae, welche sich Patient vor drei Monaten durch eine Verletzung mit einer Eisenstange acquirirt hatte.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21646041_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)