Die Entstehung der sphärischen Refraktionen des menschlichen Auges : (Übersichtigkeit - Normalsichtigkeit - Kurzsigtigkeit) / von Adolf Steiger.
- Steiger, Adolf.
- Date:
- 1913
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Credit: Die Entstehung der sphärischen Refraktionen des menschlichen Auges : (Übersichtigkeit - Normalsichtigkeit - Kurzsigtigkeit) / von Adolf Steiger. Source: Wellcome Collection.
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![Wir werden später sehen, wie sehr die Zunahme der Myopie von den Wachstumsperioden abhängig ist. Dann wird wohl nie- mand mehr bezweifeln können, daß sich die Oberprimaner in FuMa mit ihrem Durchschnittsalter von 20,4 Jahren nicht ohne weiteres vergleichen lassen mit den Oberprimanern in Frankfurt mit einem Durchschnittsalter von 18,7 Jahren [Schmidt-Kim pler^^^]. Es muß also aus den Mitteilungen genau hervorgehen, wie alt die einzelnen Schüler zur Zeit der Untersuchung waren und es wird besser nach Alterskategorien geordnet als nach Klassen. Auf diese Weise kommen wir gewiß kaum mehr zu Myopieziffern, die annährend gleich zu erwarten wären, in Wirklichkeit aber zwischen 4% und 80% schwanken. Ganz schlimm ist das Zusammenziehen von ganzen Schulen und Angabe von Durchschnittsziffern. Wie oft liest man: ,,Die Schule zu X hat y% Kurzsichtige. Dabei kennt man nicht einmal die Besetzung der einzelnen Klassen. Wie viel wichtiger ist es doch, die Häufigkeit der Myopie beim Eintritt in eine gewisse Schule zu kennen und dann wieder beim Austritt, als einen Durchschnitt aller Klassen zu erfahren, der hinter einem nichtssagenden Mittelwert gerade diese beiden Hauptpunkte verbirgt. Wer einerseits die Bedeutung des Materials studieren will für die Entstehung der Kurzsichtigkeit und auf der anderen Seite die angebliche Schädigung durch die Nahearbeit, der weiß mit solchen Durchschnittswerten rein nichts anzufangen. Unterschied zwischen beiden Geschlechtern. In der Volksschule sitzen Kinder beider Geschlechter bei gleichen Anforderungen nebeneinander. Da läßt sich auch die Frage der verschiedenen Refraktionsverhältnisse der beiden Ge- schlechter ziemlich einwandfrei studieren. Sehr bald aber wird ein richtiger Vergleich immer schwieriger. Wir denken dabei weniger an die verschiedenen Lehrpläne, weil wir diesen über- haupt keine Bedeutung beilegen. Wohl aber erschweren zwei andere Faktoren die Gegenüberstellung beider Geschlechter. Wenn schon die Studenten eine ausgesprochene Auslese darstellen nach Gesichtspunkten, die eben mit der Refraktion in Korrelation stehen können, wie viel mehr noch die studierenden Damen. Allein wir brauchen gar nicht so hoch zu gehen. Schon im Alter von 12 bis 15 Jahren bestehen zwischen dem weiblichen und männlichen Entwicklungsstand so große Unterschiede, daß ein Vergleich von gleichalt erigen Knaben und Mädchen einen methodischen Fehler von großer Bedeutung darstellt. Je mehr wir genötigt sind, die](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21287855_0124.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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