Die Entstehung der sphärischen Refraktionen des menschlichen Auges : (Übersichtigkeit - Normalsichtigkeit - Kurzsigtigkeit) / von Adolf Steiger.
- Steiger, Adolf.
- Date:
- 1913
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Credit: Die Entstehung der sphärischen Refraktionen des menschlichen Auges : (Übersichtigkeit - Normalsichtigkeit - Kurzsigtigkeit) / von Adolf Steiger. Source: Wellcome Collection.
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![der Pubertät zwischen dem 12. und 21. Altersjahre schwanken kann. Wenn es uns hier nur um den Nachweis zu tun war, daß bei den verschiedenen Völkern die Entwicklung der Myopie nicht der Schulstufe parallel geht, sondern der allgemeinen Entwicklung, so werden wir später aus dieser Erscheinung noch weitere Schlüsse abzuleiten haben. Die Beziehungen der Entstehung der Myopie und ihrer Fort- schritte zum Wachstum spielen noch in eine andere Frage hinein. Bekanntlich haben sich viele Forscher mit der Frage befaßt, wie sich die beiden Geschlechter zur Myopie stellen. Jedermann weiß, daß Wachstum und Pubertät für Knaben und Mädchen zeitlich durchaus nicht übereinstimmen. Es läßt sich schon hieraus erwarten, daß auch in der Entwicklung der Myopie sich diese Unterschiede geltend machen werden. Im folgenden Kapitel wollen wir hierauf noch etwas näher eingehen. Wir haben früher eingehend ausgeführt, daß die durchschnitt- liche und weitaus häufigste Refraktion der ganz kleinen Kinder beträchtliche Hypermetropie ist. Nach G e r m a n n i^^' beträgt die Übersichtigkeit im ersten Lebensmonat 5,3 Dioptrien, im Zweiten Monat 3,3 Dioptrien und im Alter von 1% bis 10 Jahren noch 1,72 Dioptrien. Aus einer Menge von anderen Untersuchungs- reihen geht ferner mit Sicherheit hervor, daß während der ganzen Jugendzeit die Übersichtigkeit noch langsam abnimmt. Es kann also gar keinem Zweifel unterliegen, daß die Refraktion des Menschen gleich nach der Geburt nicht die endgültige ist. Wenn wir auch mit Hinsicht auf die durch Axenfeld mitgeteilten interessanten Ausführungen über die optischen Konstanten der Neugeborenen vielleicht die allererste Lebensperiode besser aus dem Spiel lassen, so müssen wir trotzdem für ganz jugendliche Augen andere Brechungsverhältnisse annehmen, als sie spater die Regel bilden. Diese Veränderungen werden von manchen Forschern schon lange mit dem Wachstum in Verbindung gebracht. So sagt z. B. V. Hippel: ,,Das Verschwinden von Hypermetropie, ihr all- mähliches Übergehen in Emmetropie hängt vorzugsweise mit dem raschen Wachstum des Körpers und der davon abhängigen Entwicklung des Auges zwischen dem 9. und 13. Lebensjahre zusammen und es liegt nicht die mindeste Veranlassung vor, den Übergang eines unvollkommenen, dem embryonalen Leben eigentümlichen Refraktionszustandes in einen vollkommeneren für etwas Beunruhigendes zu halten. Auch S c h n e 1 ] e r](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21287855_0203.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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