Die Analyse der Milch : Anleitung zur qualitativen und quantitativen Untersuchung dieses Secretes für Chemiker, Pharmazeuten und Ärzte / von Emil Pfeiffer.
- Emil Pfeiffer
- Date:
- 1887
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Credit: Die Analyse der Milch : Anleitung zur qualitativen und quantitativen Untersuchung dieses Secretes für Chemiker, Pharmazeuten und Ärzte / von Emil Pfeiffer. Source: Wellcome Collection.
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![erhaltene Flüssigkeit nachher zu den Fettsäuven fügen. Gewöhnlich bi'triigt jedoch die mit Aether ausgezogene Eettwenge weniger als 1 ]\[illigraram. Die Fettsäuren werden auf dem Filter mit kochendem Wasser auf das sorgfältigste gewaschen. Man fülle den Trichter nie mehr als bis zu zwei Dritteln voll. Wenn das Filtrat, mit empfindlicher Lackmustinctur geprüft, nicht mehr sauer erscheint (3 gr Fett ge- brauchen gewöhnlich ^/^ Liter kochendes Wasser), lässt man alles Wasser abtropfen und taucht den Trichter in ein mit kaltem Wasser gefülltes Becherglas, so dass der Spiegel der Flüssigkeit, innen und aussen annähernd derselbe ist. Sobald die Fettsäuren erstarrt sind, wird das Filter aus dem Trichter herausgenommen, in das gewo- gene Becherglas gestellt und im Wasserbade bis zu constantem Ge- wichte getrocknet (2—3 Stunden). Während das Butterfett nur 86,5—87,5 /q unlösliche Fettsäuren, nach einigen Angaben- höchstens bis zu 90 °/o enthält, enthalten die übrigen Thier- und Pflanzenfette circa 95 °/o unlösliche Fettsäiu-en. Auf einem dem von 0. Hehner aufgestellten analogen Principe be- ruht auch die Methode zum Nachweise eines unbekannten Fettes als Butter, welche von B. Reichert*) angegeben wurde. Sie unterscheidet sich von der Hehn er'sehen Bestimmung dadurch, dass nicht die unlöslichen, sondern die flüchtigen Fettsäuren bestimmt werden, Ihre grosse Einfachheit empfiehlt sie sehr, doch sind die Grundlagen zur Beurtheilung eines Fettes als Butter noch nicht völlig festgestellt. Dass ein Fett, welches beim Titriren mehr als 12,5 Natronlauge verbraucht, wirkliche Butter ist, steht zwar fest, doch scheinen auch Fälle vorzukommen, wo bei wirklicher Butter weniger Natronlauge verbraucht wird. Sein Verfahren beschreibt Reichert selbst (I.e.) folgendermafsen: ,2,0 gr wasserfreies, durch Baumwolle filtrirtes und gereinigtes Fett werden in flüssigem Zustande in einem etwa 150 ccm fassenden Kölbchen — am besten von der von Erlenmeyer angegebenen *) Vereinfachte Butterprüfung nach Hehn er's Princi]). Zeitschr. für analyt. Chemie. 18. Jahrgang (1879), Seite 68.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22294090_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


