Beziehungen zwischen dem mechanischen Zustand (Zerkleinerung) des Futters (Fleisch) und der Pankreassafteskretion / von W. Horsley Gantt und P.S. Kupalow.
- W. Horsley Gantt
- Date:
- 1927
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Credit: Beziehungen zwischen dem mechanischen Zustand (Zerkleinerung) des Futters (Fleisch) und der Pankreassafteskretion / von W. Horsley Gantt und P.S. Kupalow. Source: Wellcome Collection.
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![(Aus der physiologischen Abteilung des Instituts für experimentelle Medizin, Leningrad [Vorstand: Prof. Dr. J. P. Pawlow].) Beziehungen zwischen dem mechanischen Zustand (Zerkleinerung) des Futters (Fleisch) und der Pankreassaftsekretion. Von Dr. W. Horsley Gantt, und Dr. P. S. Kupalow, (Baltimore) (Leningrad). (Eingegangen am 25. April 1927.) Den Inhalt vorliegender Arbeit bildet die Frage, in welcher Richtung die Pankreassaft Sekretion mit vorhergehender Zerkleinerung (Zerstücke¬ lung oder Bearbeitung mit Hackmaschine) des verfütterten Fleischs variiert. Die Frage über den Einfluß, welchen die Konsistenz des Futters (d. h. der Zustand der mechanischen Zerkleinerung) auf die Sekretion der Verdauungssäfte hat, ist bisher kaum Gegenstand spe¬ zieller Untersuchung gewesen. An Tieren mit chronischen Fisteln ist diese Frage bisher nur für die Magendrüsen behandelt worden. Krzyszkowsky fand, daß Fleisch, welches in Stücken gereicht wurde, stets eine größere und länger dauernde Sekretion hervorrief als Ver¬ füttern von gemahlenem Fleisch (Hackfleisch). Dies kann durch längeren Aufenthalt der Fleischstücke im Magen erklärt werden. Der Pylorus läßt keine größeren Stücke in den Zwölffingerdarm passieren, und im Magen zurückbleibendes Fleisch wirkt als Sekretionserreger. Es entstand folgende Frage: Wenn Fleisch in großen Stücken ver¬ schlungen eine reichlichere und länger dauernde Sekretion hervorruft, so ist natürlich vorauszusetzen, daß hierbei eine größere Menge von Verdauungsprodukten entstehen kann, als das im Falle des Hack- fleischs zu erwarten wäre, und daß hierdurch die Hauptarbeit der Verdauung auf den Magen fallen und das Pankreas in gewissem Grade entlastet werden könne. Dies führt nun zu folgender allgemeiner Frage, ob es möglich sei, durch Veränderung des mechanischen Zer kleiner ungs- zustands des Futters die Hauptarbeit der Verdauung vom Magen aufs Pankreas hinüberzuschieben und umgekehrt. Eine Entscheidung dieser Frage würde wohl für die Diätetik von großer Bedeutung sein. Unsere Experimente sind an zwei Hunden angestellt, welche Paw- lowsche Pankreasfisteln hatten. 18—20 Stunden nach der letzten Fütterung wurden die Hunde ins Gestell gebracht. Zum Sammeln des Safts wurde ein Glasröhrchen in den Pankreasgang eingeführt und so](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30626602_0004.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


