Hautkrankheiten bei Stoffwechsel-Anomalien : referat erstattet dem V. Internationalen Dermatologen-Kongress in Berlin (September, 1904) / von J. Jadassohn.
- Jadassohn, Josef, 1863-1936.
- Date:
- 1905
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Credit: Hautkrankheiten bei Stoffwechsel-Anomalien : referat erstattet dem V. Internationalen Dermatologen-Kongress in Berlin (September, 1904) / von J. Jadassohn. Source: Wellcome Collection.
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![gestionen, die bekannten Taches et bandes cerebrales), Pruritus sine raateria. — Akute und chronische Urticaria. Urticaria factitia ■ nur durch Elektrizität zu provozieren cf. 243 m). — Erytheme, .infache und selbst nodosum. — Flüchtige, von der Herzschwäche unabhängige Oedeme. — Hyperpigmentierungen selbst bis zu Addison-Aehnlichkeit — (243b, d, e, s) — doch ist das Vorhandensein von Addison wohl nie bewiesen; speziell wird eine diffuse Pigmentierung der Lider als Frühsymptom beschrieben; sehr häufig Vitiligo [auch als Folgeer- scheinung von Erythem (243g)]. — Anomalien der Nägel [Rissigkeit und Brüchigkeit (243b)], Trockenheit, ßrüchigkeit, Ausfallen der Haare — selbst bis zu totaler Alopecie (243n); Purpura, Teleangiek- tasien. — Raynauds Disease (243p) — Akne (243b). Eigenartige symmetrische solide Oedeme (243a); eigentüm- liche, gichtischen Anschwellungen ähnliche, Sandkorn- bis wallnussgrosse derbe Unterhautknoten, die anfallsweise mit Verschlimmerungen der Grundkrankheit, auftraten, sich von einer gewissen Grösse nicht mehr vollständig zurückbildeten, stark disseminiert waren (243b); Supraklavi- kularschwellungen von weicher, fettwulstähnlicher Konsistenz, wie sie auch bei Myxödem vorkommen [pseudolipomatöses Oedem — Chauffart — neuerdings A. Kocher (243b)] und Kombinationen mit wirklich als myxödematös bezeichneten Hautveränderungen. Bei dieser Aufzählung habe ich diejenigen Veränderungen über- gangen, welche eine unmittelbare Beziehung zum Basedow nicht oder wahrscheinlich nicht haben — wie Ekzeme, Dekubitus, Gangrän. Besonders besprochen wird die Frage nach dem Zusammenhang von Basedow und Sklerodermie. Das Material ist nicht gross und nicht immer hält es der Kritik Stand. Immerhin ist das Zusammen- treffen auffallend und einer weiteren Beachtung wert. Auch ohne dass Basedow bestand, hat man die Sklerodermie mit Anomalien der Schilddrüse in Verbindung bringen wollen (244a). Das Material, das nach dieser Richtung vorliegt, ist quantitativ und qualitativ nicht bedeutend, und bindende Schlüsse lassen sich aus den Koinzidenzen vorerst noch nicht ziehen, zumal ja auch die Möglichkeit mit Recht betont worden ist, dass die Veränderungen der Schilddrüse auch sklerodermatischer Natur sein können. Die Sklerodermie als eine autotoxische Erkrankung von der Thyreoidea aus anzusehen, ist vor- läufig noch eine wenig gestützte Hypothese (244 b). Sehr kurz kann ich mich bei den übrigen Krankheiten der Haut fassen, bei denen ein Zusammenhang mit der Thyreoidea behauptet worden ist — seit die Bedeutung der letzteren für den Stoffwechsel und für das Myxödem erkannt wurde. Irgend welche beweisende Befunde liegen nicht vor — Einzelheiten, wie z. B. das Fehlen der Thyreoidea bei einem Falle von sogenannter kongenitaler Ichthyosis (244c) sind als interessant zu buchen, ohne dass sie weitere Schlussfolgerungen ermöglichen. Ich habe in meinem jetzigen Wirkungskreis sehr viel Gelegenheit, Thyreoideakranke der verschiedensten Art zu sehen, aber ich kann nicht sagen, dass bestimmte Dermatosen bei diesen besonders häufig](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21172845_0052.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)