Ueber den Leichenbefund bei der orientalischen Cholera / von P. Phoebus.
- Philipp Phoebus
- Date:
- 1833
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Credit: Ueber den Leichenbefund bei der orientalischen Cholera / von P. Phoebus. Source: Wellcome Collection.
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![sonders dann charakteristisch, wenn sie mehr blafsroth ist]; die eigenthümlichen Cholera-Massen im Dann- canal; die active Injection im Inneren des Magens nebst den sic begleitenden Gonsistenzveränderungen der Schleimhaut; die weifse Flüssigkeit in den Harnwegen, die Zusammenziehung der Harnblase; das Gefühl von Schlüpfrigkeit an den Fingern, wenn man eine Zeillang in der Brust- und Unterleibs-Höhle gearbeitet hat. In geringerem Grade constant sind: die Zuckungen der Muskeln nach dem Tode; die wunder- lichen Stellungen der Leichen; das Turgesciren des Pe- nis, der Austritt einiger Tropfen Flüssigkeit aus der Mündung der Harnröhre; das Vorkommen von Luft im Blute, die Neigung des Blutes, Ecchymosen zu bil- den (40s); die Trockenheit des Herzbeutels (auch wohl der Hirn-Arachno'idea und anderer serösen Häute), die Anwesenheit einer klebrigen Feuchtigkeit in der Höhle des Peritonäum; die Ausdehnung des Dünndarms, der sich nach allen Ecken und Enden drängt und nament- lich auch den R.aum des kleinen Beckens zum gröbs- ten Theil erfüllt; die active Injection im Inneren des Darmcanals nebst den sie begleitenden Consistenz- veränderungen der Schleimhaut, die blutige Färbung der Darmschleimhaut, oder gar aller Darmhäute, und der Darm-Contenta; die allgemeine AenJerung der Consistenz der Darmschleimhaut, u.m.A. In geringerem Grade charakteristisch sind: die bestimmte Stellung einiger Gelenke (S.247-48.); das matt-röthlichweifse Ansehen der Schleimhaut der Harnorgane und der Speiseröhre; die Auftreibung der Darmdrüsen; die starke Entwickelung der Zotten im (408) Vielleicht gehören doch diese beiden Erscheinungen zu den constanteren, und bleiben nur oft unentdeckt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22354736_0293.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


