Ueber den Leichenbefund bei der orientalischen Cholera / von P. Phoebus.
- Philipp Phoebus
- Date:
- 1833
Licence: Public Domain Mark
Credit: Ueber den Leichenbefund bei der orientalischen Cholera / von P. Phoebus. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
321/348 page 313
![Nov. fing das Kind auf einmal an zu stöhnen, was aber die Mutter nicht beachtete; um 4 Uhr Morgens fand man es todt. Der schnelle Tod und das cigenlhümliche Ansehen des Leichnams erregten den Verdacht der Cho- lera, besonders da 36 Stunden vorher eine Schwangere, von der Cholera ergriffen, aus dem Nebensaal hatte weg- gebracht werden müssen. (Aus dem Krankcnjournal d<y Charite'.) — Die Section, um 1 Uhr desselben Tages angestellt, bestätigte den Verdacht. Aeufseres. — Der Körper mäfsig wohlgenährt. Stellung: die Arme mäfsig gegen den Rumpf gebeugt, die Hände eingeschlagen; die Beine kaum angezogen; 1 die Zehen ziemlich so, wie gewöhnlich bei den Erwach- senen, gestellt. — Steifigkeit an den oberen und unteren Extremitäten deutlich, (der Hals war wahrscheinlich be- wegt worden), auch die Kiefer wenig beweglich. — Fär- bung etwas icterisch, zugleich aber auch deutlich cho- lerisch (von der gewöhnlichen Hautröthe der Neuge- borenen sehr verschieden), namentlich dunkel-violette Flecke an der Vorderseite des Körpers; Lippen, Ohren, Augenlider, zum Theil auch die Wangen, stark roth- violett; Nägel an den Zehen nur mäfsig, an den Fin- gern aber sehr stark dunkel-blau-violett [was jedoch bei den dünnen, sehr durchscheinenden Nägeln eines neugeborenen Kindes weniger auffallend ist; ein dane- ben liegendes, 3 Tage alt gestorbenes, schlecht ernähr- tes Kind hatte sie eben so]]; auch die grofsen Schaain- lefzen leicht-roth-violett. — Die Haut der Fufssohlcn und der Hände, besonders der Handflächen, auffallend stark gerunzelt [in geringerem Grade ist solche Runze- lung oder Fältelung bei Neugeborenen nicht ungewöhn- lich , weil ihre Haut nicht blofs weicher und nachgie- biger, sondern auch verhältnifsmäfsig weiter als bei äl-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22354736_0323.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


