Ueber den Leichenbefund bei der orientalischen Cholera / von P. Phoebus.
- Philipp Phoebus
- Date:
- 1833
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Credit: Ueber den Leichenbefund bei der orientalischen Cholera / von P. Phoebus. Source: Wellcome Collection.
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![kündet sich die Blutanhäufung überall als eine passive. [Ausnahmen von dieser Regel beim Magen und Darm- canal, wovon in Kap. 7.J — Am deutlichsten zeigen un- ter den verschiedenen häutigen Organen [aulser den Hirn- und Rückenmarks-Häuten, die auch in anderen Leichen gewöhnlich einen ähnlichen Anblick darbieten] die serösen Häute (jl) diese Erscheinungen, weil sie die dünnsten und durchscheinendsten sind; unter ihnen wieder am meisten das Peritonäum und nächstdem die Pleuren, wed diese beiden in Cholera-Leichen wie in anderen das meiste Blut enthalten; von den verschiede- nen Theilen des Peritonäum wieder am meisten (falls hier nicht Fett der Durchscheinenheit Eintrag thut) die Gekröse und Netze, weil, wie bemerkt, die Blutanhäu- fung mehr in den grölseren und gröbsten Zweigen auf- fällt und diese besonders in den Gekrösen und Netzen zu finden sind. [Selbst die netzförmigen Anhänge des Dickdarms zeigen sich meistens artig ramiform injicirt.J In den Synovialmembranen, soweit sie weiche Gelenkthelle überziehen, erscheint, der natürlichen Va- scularilät dieser Membranen entsprechend, die Injection mehr capilliform und mehr auf einzelne Stellen con- centrirt; der synoviale Ueberzug der Gelenkknorpel er- scheint, wie er überhaupt an den Affectionen dieser Häute wenig Antheil zu nehmen pflegt ^52), so auch hier (51) Mögen Diejenigen, welche die serösen Häute gefäfslos anneh- men, nicht mit mir rechten, wenn icli hier und im Folgenden von den Gefülsen (und von einer Absonderung) derselben spreche; die Differenz über das Daseyn solcher Gefäfse ist weniger eine Differenz der Beob- achtungen als der Ansichten, je nachdem man entweder nur die dichte, nach innen glatte Lage oder auch das zunächst nach aufsen an ihr lie- gende Zellgewebe als der serösen Ilaut angehörig annimmt; die letztere Ansicht ist namentlich unter den Aerzten die herrschende, und die ganze Erörterung dieser Differenz am wenigsten dieses Ortes. (52) } gl.HiLDEBRANDT Handb .d.Anat., 4fe Ausg. «.Weber., I. S.374](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22354736_0055.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


