Die Überlieferung der Gynäkologie des Soranus von Ephesos / [Johannes Ilberg].
- Ilberg, Johannes, 1860-1930.
- Date:
- 1910
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Credit: Die Überlieferung der Gynäkologie des Soranus von Ephesos / [Johannes Ilberg]. Source: Wellcome Collection.
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![hl, und fügt gleich deren Antwort an. Man sieht, daß er eine dem Zweige hl verwandte Hs. benutzte, worin es, wie dort, nach fervore weiterging: Quihus adponere dehemus primo quidem quae leniter constringere possunt e. q. s. Zweitens verdarb er et gravidine (so hl) dolore in z«! (5aQeta ödvvg, falls er nicht etwa schon eine Korruptel gravi vorfand, was anzunehmen nicht nötig ist.^) Drittens — und das ist das Interessanteste für unsern Zweck — änderte er das ungewöhnliche technische Wort spargesis, was ja auch Soranos erklären mußte, in jtaQtjyoQgGig, oder er fand wohl viel- mehr in seiner Vorlage die falsche Lesart Quid est paragoresis, die dann durch tjtigtXeicc von ihm selbst oder später glossiert worden ist. Es ist gar nicht fernliegend, diese Korruptel zu ver- muten, denn wie JtccQr^yoQeiv, jtagrjyoQiKog und verwandte Wörter seit alters zum medizinischen Wortschatz gehörten und sehr ge- bräuchlich waren, so mußten paragorizare und paragoricus auch einem Schreiber des Muscio bekannt sein (s. Koses Index S. 163; vgl. Theod. Priscian. Log. 86. 109; Marcell. De medicam. 36, 3), während spargesis für ihn ein ajta^ tiQrjgtvov war. Kurz und gut — aus spargesis, oder sparganosis, wie oft fälschlich geschrieben wird, kann wohl paregorisis, parigoresis oder paragoresis (die Vokale wechseln) und weiter l:tigtXbia ?) jtaQrjyoQgöig werden, aber das Umgekehrte ist einfach ausgeschlossen. Für die Leichtfertigkeit des armen Schächers ist es bezeich- nend, daß er gleich darauf cum palmulis tritis (S. 27, 4 ~ Sor. S. 246, IO (foi'vixeg Xeioi) übersetzt: ovv vcdg :itaXdgaLg ämtQCßeiv, während er gXg (S. 84 Dewez) mit öiä cpoivi'xrov seine Sache richtig gemacht hat, weil er bei Muscio (S. 69, 16) de Thehaicis palmulis vorfand. — Auch vjteQi^taei (^f) für superstitioni (super- stitutionis h) S. 28, 22 und ggXov {og) für malleolus (maliolus h] S. 33, 12 zeigen uns die Nöte des bedauernswerten Dilettanten, der in Gott weiß wessen Auftrag über seiner Lohnarbeit saß. (9) 92. Quae sunt exercitia oit'. Uoia ei<n tu yvgvdöia quae fieri possunt nutrici (in- tu yevtG^ai dvvdgtvu toj rt,ai6up-, fanti &Z/i)? uvTfp (sic Leid.) iv TW oXggj Scilicet si ei pila ludatur TtQil)ig yereGd-w g Gvv dXXoig Tgv aut cum alteribus manus (ma- yeiQu ßdXXoi,dXgd^eiv(dXei(pgv codd.) i) Auch § 58 ~ fid' hat er gravedo (gravido h) nicht verstanden und mit xg iyKvyovovag übersetzt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2487291x_0124.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)