Das sehen der Schielenden : eine ophthalmisch-Physiologische Studie / von Alfred Graefe.
- Alfred Carl Graefe
- Date:
- 1897
Licence: Public Domain Mark
Credit: Das sehen der Schielenden : eine ophthalmisch-Physiologische Studie / von Alfred Graefe. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![gänge beim Seliakte. Die Stelle des von einem leuchtenden Punkte auf der Netzhaut des Auges entworfenen Bildpunktes ist konstruktiv stets bestimmt durch geradlinige Verbindung jenes ersten mit dem Kreuzungspunkte der Richtungsstrahlen und der Verlängerung dieser Linie bis zur Retina: es ist diese Linie die Richtungslinie (Richtungsstrahl) des Sehens, sachhch genauer wäre wohl „des Gesehenwerdens, oder der Ausdruck , „Perceptionslinie. Die die Fovea treffende Richtungslinie ist die I Gesichtslinie, die geradlinige Verbindung des central fixierten ; Objektspunktes, des Blickpunktes, mit dem Drehpunkte des Auges bis zur Netzhaut, die Blicklinie. Gesichts- und Blicklinie fallen fast zusammen und können hier als identisch betrachtet werden. Umgekehrt wird nun ein erregter Netzhautpunkt unter normalen : Verhältnissen auch stets in der Verlängerung der Geraden, welche ; durch die von jenem durch den Kreuzungspunkt der Richtungs- ' strahlen gezogen wird, nach aussen verlegt. So fällt diese also zu- , sammen mit der vorhin bestimmten Richtungslinie und wird sie ] darum auch nicht mit einem besondern, sondern dem gleichen Namen ^ benannt. Bezugnehmend darauf indessen, dass die Richtung dieser j Linie im ersten Falle von aussen nach innen, im zweiten um- • gekehrt von innen nach aussen geht, möchte ich es vorziehen, j bei den nachfolgenden Betrachtungen erstere als centripetale, i letztere mit dieser übrigens identische, als centrifugale Rieh- j tungslinie zu bezeichnen. Giebt jene die Richtung des Gesehen- j Werdens, so giebt diese die des Sehens an. Dass die centripetalen und | centrifugalen Richtungshnien im Auge stets zusammenfallen, ist , eine einfache optische Notwendigkeit, doch ist hiermit keines- wegs gesagt, dass nach der centrifugalen Richtungslinie hin auch \ die Walirnehmung der Gesichtsobjekte, die Lokalisierung des Gesichtsfeldes, stattfinde und dass also jene mit der \ Lokahsierungsrichtung zusammenfiele. Es ist dies nur bei voller ' Integrität der motorischen Innervation der Augenmuskeln sowie deren kontraktilen Thätigkeit und elastischen Spannung, also '](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21635870_0010.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)