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Credit: Krankheiten der Brustdrüsen / von Th. Billroth. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Amazia. Polymazia. secerniren, um sich im Lauf der nächsten Schwangerschaft zunächst wieder mit Zellen, später dann wieder mit Milch zu füllen. Da& Bindegewebe in der Drüse bleibt aber meist schlaff faseng; es bildet sich bald zu Fettgewebe um, bekommt aber nicht wieder die pralle hyaline Beschaffenheit, wie im jungfräulichen Zustande der Drüse. Wenn die Menstruation bei den Weibern ganz aufhört, iim das 50. Jahr in der Zeit der sogenannten Involution, dann tritt eine Atrophie'des Brustdrüsengewebes ein, die in Schwund der Drüsen- epithelien und Zusammenfallen der Acini besteht. Nur die Ausfüh- rimgsgänge der Drüsen bleiben übrig, wenn auch ihr Epithel ver- kümmert; an den kolbigen Enden der Brustdrüsenausführungsgänge alter Weiber findet man manchmal noch die Spuren der feineren colla- birten Drüsencanäle. (Fig. 8.) Die Brust alter Weiber besteht daher aus nichts anderem als Bindegewebe mit Fett und diesen Drüsencanälen. Was an der Drüsen- substanz abgeht, wird durch Zunahme des Panniculus adiposus zu- weilen so vollkommen ersetzt, dass die Brüste gut genährter alter Frauen oft noch eine runde Form haben und durchaus nicht atrophirt erscheinen, wenn sie auch gar kein Drüsengewebe mehr enthalten. Bei mageren alten Frauen finden sich ganz auffallend viele und dicke elastische Fasern in das Bindegewebe eingestreut. Die Blutcapillaren obliteriren theilweis, besonders schwindet aber auch ein grosser Theil der Lymphcapillaren (Langhans). Cystische Ectasie der Milchgänge mit Bildung eines bräunlichen oder grünlichen, dünnflüssigen oder schlei- migen Secretes ist sehr häufig bei alten Frauen; sie fehlt indessen auch oft, so dass ich doch anstehe, diese Veränderungen als regel- mässige, physiologische anzusehen. Cap. IL Defect der Brustdrüsen (Amazia) und überzählige Brustdrüsen (Polymazia). §. 4. Der angeborne Mangel einer Brust (Amazia, Birkett) ist selten beobachtet worden; erblich war er in einem von Louisier beobachteten Fall. Froriep und Schlözer sahen angebornen Mangel einer Brust bei gleichzeitigem Fehlen des Haupltheils des M. pectoralis und der Verbindung der 3. und 4. Rippe mit dem Sternum. Zurück- bleiben der beiden Brustdrüsen auf pueriler Stufe sahen Pears und Cooper, Caillot, Laycock meist bei gleichzeitigem Fehlen oder mangelhafter Ausbildung der Ovarien. Häufiger kommen mehr als zwei Brustdrüsen vor (Polymazia, Meckel, Pleiomazia, Birkett). Zuweilen ist dies freilich nur schein- bar, indem auf einer Drüse zwei oder mehrere (Polythelie, von &t]ki) Warze) Warzen in verschiedener Entfernung von einander gebildet sind. Nach Meckel von Hemsbach sind beim Menschen ursprünglich 5 Brust- drüsen angelegt (wie solche ausgebildet bei den Fledermäusen vor- kommen), und zwar 2 auf der Mitte jeder Thoraxhälfte, die allein zu](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21778577_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)